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11 Juni 2008

Alkohol kann Gehör schädigen

Die Einnahme von Alkohol kann zu Gehörschwellenverschiebung und Schwerhörigkeit führen.

Alkohol kann Gehör schädigen

Viele Faktoren verursachen Gehörverlust. Lärm ist der Grund Nummer Eins, gefolgt vom Alter. Laut einer Britischen Studie sollte Alkohol mit auf dieser Liste der Ursachen stehen.

Alkohol und Lärm können das Gehör schädigen — sowohl in Kombination, als auch allein. Eine Britische Studie, die zur Erforschung der sogenannten Cocktail-Party-Taubheit durchgeführt wurde, bewies, dass diese nicht allein durch den Lärm verursacht wird. Die Forscher zeigten auf, dass die Einnahme von Alkohol der Grund für eine Herabsetzung des Hörvermögens sein kann.

30 gesunde Erwachsene im Alter von 20 bis 40 Jahren, die in keiner Weise vorher Probleme mit dem Gehörsinn hatten, nahmen an der Studie teil. Jeder Teilnehmer nahm eine vorgegebene Menge Alkohol zu sich wonach ihr Gehörsinn mehrfach getestet wurde. Die Wissenschaftler bewiesen, dass mit der Steigerung der Einnahme von Alkohol auch der Gehörsinn nachließ. Besonders die niedrigfrequenten Geräusche, wie gesprochene Sprache, waren davon betroffen. Die Studie zeigte außerdem, dass die älteren Probanden, besonders die, die früher bereits verhäuft Alkohol zu such genommen hatten, von dem Phänomen betroffen waren.

Allen Teilnehmern wurde ein temporärer Gehörverlust diagnostiziert, aber die Forscher glauben, dass die regelmäßige Einnahme von Alkohol auch zu einer Langzeitschädigung des Gehörsinnes führt.

Weitere Untersuchungen benötigt

Die Wissenschaftler geben an, dass weitere Untersuchungsergebnisse benötigt werden, um die Auswirkungen von Alkohol auf den Gehörsinn vollends verstehen zu können. Der Grund, weshalb Alkohol das Gehör beeinflusst, wurde in der Studie nicht geklärt. Die Wissenschaftler glauben, dass entweder der Gehörnerv im Ohr beeinflusst werde, oder die Störung im Gehirn stattfindet, wo die Geräusche verarbeitet werden.

Quelle: “The acute effects of alcohol on auditory thresholds”, in BMC Ear and Throat Disorders 2007, 7: 4. Electronic version www.biomedcentral.com/1472-6815/7/4.

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