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08 Januar 2014

Alter, Lärm und Krankheiten sind nicht die einzigen Ursachen für Hörverlust

Eine der Hauptursachen für Hörverlust ist das Altern. Ein weiterer häufiger Grund für Schwerhörigkeit ist die Lärmbelastung. Auch Krankheiten können zu einem Gehörverlust führen. Aber auch andere, weniger bekannte Faktoren können das Gehör schädigen.

Dazu gehören Übergewicht, Gase, die beim Schweißen entstehen, sowie Blei und Cadmium. Forscher haben auch festgestellt, dass weiche Härchen an den Haarsinneszellen im Innenohr die Schallübertragung an das Gehirn beeinträchtigen. Dadurch entsteht eine Schwerhörigkeit.

Blei und Cadmium

Geringe Mengen Blei und Cadmium können ebenfalls zu einer Schwerhörigkeit führen. Die beiden Metalle, die hauptsächlich in Elektronik und Batterien verwendet werden, können das Gehör schädigen. Das hat eine umfangreiche Studie aus den USA ergeben. Die Studie umfasst mehrere tausend Erwachsene mit verschiedenen Graden von Schwerhörigkeit.

Erwachsene mit den höchsten Konzentrationen von Blei und Cadmium in ihrem Körper, wiesen eine 14 bis 19 prozentige Minderung der Hörfähigkeit auf.

Schweißen

Die Gase, die beim Schweißen entstehen, erhöhen das Risiko für Schwerhörigkeit. Im Rahmen ihrer Arbeit sind viele Schweißer lauten Geräuschen, starker Hitze, blendendem Licht und potenziell gefährlichen Gasen ausgesetzt. Die Gase, die beim Schweißen entstehen, haben eine negative Auswirkung auf das Gehör. 

Verschiedene Arten von Schweißen lassen verschiedene Dämpfe entstehen. Lichtbogenschweißen erzeugt die giftigsten Dämpfe.

Übergewicht bei Jugendlichen

Übergewichtige Jugendliche sind eher schwerhörig als Gleichaltrige mit normalem Gewicht.

Übergewichtige Teenager leiden fast doppelt so häufig an einer Schwerhörigkeit in den niedrigen Frequenzen als andere Gleichaltrige. Das hat eine Studie vom Medical Center der Columbia University ergeben. 15,16% der übergewichtigen Jugendlichen, die einem Body-Maß- Index (BMI) von über 95 -Perzentil haben, haben Hörprobleme. Im Vergleich dazu liegt die Anzahl bei Jugendlichen mit normalem BMI bei nur 7,89 %.

Weiche Härchen an Haarsinneszellen

Früher dachte man, dass die Härchen an den Haarsinneszellen steif sind und sich nur zu den Seiten biegen können. Doch Forscher am Karolinska Instituttet in Stockholm haben herausgefunden, dass die Härchen auch weich werden können.

Wenn die Härchen weich sind, können sie die elektrischen Impulse nur schwach weiterleiten. Damit sind auch die Schallsignale, die an das Gehirn geleitet werden, schwächer.

Weiche Härchen an den Sinneshaarzellen können daher eine Ursache für Hörverlust und altersbedingte Schwerhörigkeit (Presbyakusis) sein.

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