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03 August 2010

Ältere mit ”Goldenem Gehör”

Rund fünf Prozent der über 50-Jährigen haben ein „Goldenes Gehör“. Sie sind also in der Lage, das volle, für den Menschen wahrnehmbare, Tonspektrum zu hören. Bei den meisten jedoch lässt der Hörsinn im Alter nach. Welches Phänomen hinter dem „Goldenen Gehör“ steht, soll jetzt wissenschaftlich untersucht werden.

Ältere mit ”Goldenem Gehör”

Amerikanische Forscher von der Universität Rochester haben das Gehör von alternden Mäusen studiert. Besonderes Augenmerk legten sie dabei auf eine Mäuseart, bei der - genau wie beim Menschen - mit dem Alter die Fähigkeit, hohe Töne zu hören, nachlässt. Die Mäuseart ist unter der Bezeichnung CBA bekannt.
Diese Mausart jedoch vermehrt sich nicht schnell. Deshalb hat Forschungsleiter Frisina sie mit der vermehrungsfreudigen Linie der C57 Black 6 gekreuzt. Die C57 Maus ist ebenfalls für ein schlechtes Gehör bekannt. Zur Überraschung der Forscher vermehrte sich die neue Kreuzung nicht nur besonders schnell, sondern zeichnete sich ebenfalls durch exzellente Höreigenschaften bis ins hohe Mausealter aus.
Der Forscher glaubt, dass die neue Mäusekreuzung gleiche Eigenschaften hat, wie Menschen mit „Goldenem Gehör“. Die Forschungsergebnisse geben ihm recht.

Im Gehirn statt im Ohr

Zufällig hat der Forscher also eine Mäuseart geschaffen, die sich bestens dazu eignet, das Phänomen „Goldenes Gehör ?zu studieren. Die Erklärung des Phänomens zeigt sich im Gehirn und nicht im Ohr selbst.

Frisina möchte nun die genetischen Faktoren identifizieren, die für die Ausbildung des Phänomens verantwortlich sind. Ein besseres Verständnis für altersbedingte Veränderungen im Gehirnstamm und den auditiven Cortex könnte zur Entwicklung von noch effektiveren Behandlungsmöglichkeiten bei Schwerhörigkeit führen.

Quelle:

www.scientificamerican.com

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