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08 Mai 2008

Amerikanische Soldaten verlieren ihr Gehör im Kampf gegen Terroristen und Rebellen

Der Gehörsinn ist laut dem Department of Veterans Affairs die Nummer 1 unter den Verlusten, die amerikanische Soldaten im Einsatz gegen Terror im Irak zu verbuchen haben. Soldaten, die in den Gräben liegen und dem Lärm von Bomben oder Feuergefecht ausgesetzt sind, kommen häufig mit einer irreparablen Schwerhörigkeit oder einem andauernden Klingeln in den Ohren nach Hause.

Rund 60 Prozent der amerikanischen Soldaten, die Bombenlärm ausgesetzt waren, leiden unter einer Schwerhörigkeit. 49 Prozent haben Tinnitus. Die Daten wurden von Militärärzten zusammengetragen.

Selbstgefertigte Sprengkörper (USBV), häufig angewendet von Rebellen oder Terroristen im Irak, sind Hauptursache der Gehörschädigungen. Die Druckwelle einer Bombe verursacht solch spontane und umgreifende Veränderung im Luftdruck, dass das Trommelfell der Soldaten sowie die Ohrknöchelchen zerstört werden.

Durch unsichtbare Hinterhalte und Verstecke bleibt den Soldaten meist nicht genug Zeit, ihr Gehör zu schützen. Manche Soldaten lehnen die Anwendung von Ohrstöpseln auch ab, da sie fürchten, durch deren Einsatz werde ihr Hörvermögen so beeinträchtigt, dass dadurch Gefahren für sie selbst und andere entstehen.

Auch der beste Gehörschutz bietet nur teilweise Sicherheit vor den Gefahren, die von den modernen, im Kampf eingesetzten Waffen ausgehen. Allein das Geräusch eines Panzers in Bewegung kann den Gehörsinn schädigen, wenn Soldaten keine Ohrstöpsel tragen. Der Geräuschpegel eines fahrenden Panzers liegt bei 80 bis 85 Dezibel, während Lärm, der von Explosionen oder Feuergefecht ausgeht, bis zu 180 Dezibel laut sein kann. Kein Gehörschutz bietet Sicherheit bei diesen Lautstärken. Im Bestfall wird der Lärm um bis zu 25 Dezibel verringert.

Das hohe Vorkommen an Gehörverlust unter amerikanischen Soldaten, wurde weder vom Militär, noch von externen Gesundheitsspezialsten vorhergesehen. Das US-Militär reagiert nun mit verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen, um das Gehör der Soldaten zukünftig besser zu schützen.

Quellen: Newsweek (www.newsweek.com), 28. März 2008; The New York Daily News(www.nydailynews.com), 28 März, 2008.

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