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18 Mai 2009

Arbeitgeber nehmen keine Rücksicht auf schwerhörige Angestellte

2008 führte Hear-it eine Reihe von Onlineuntersuchungen durch, die sich mit dem Alltag und den Bedingungen für Schwerhörige beschäftigten. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in einer Artikelserie auf Hear-it veröffentlicht. Hier ist der fünfte Beitrag.

Arbeitgeber nehmen keine Rücksicht auf schwerhörige Angestellte

Viele Arbeitsplätze sind im Verzug und entsprechen nicht den Bedürfnissen von schwerhörigen Angestellten. Das hat eine Untersuchung, durchgeführt von Hear-it, ergeben. Dies stellt eine Herausforderung dar, denn die Zahl der Schwerhörigen im arbeitsfähigen Alter wächst.

An Arbeitsplätzen werden die besonderen Bedürfnisse schwerhöriger Arbeitnehmer meist übersehen. Dies gilt sowohl für das Einrichten des Arbeitsplatzes, als auch für die Anpassung der Arbeitsaufgaben.

  • Acht von Zehn (82 Prozent) meinen, dass ihr Arbeitsplatz nur in geringem oder gar keinem Grade den Anforderungen, entstehend durch die Schwerhörigkeit, entspricht.
  • Nur Jeder Fünfte gab an, dass der Arbeitsplatz den speziellen Anforderungen gerecht werde.

Dies ergab eine Untersuchung, kürzlich durchgeführt von der nichtkommerziellen Organisation Hear-it.

Die Untersuchung zeigte auch, dass das Verständnis und die Unterstützung seitens der Arbeitgeber bezüglich der Schwerhörigkeit, als nicht sonderlich hoch empfunden werden. Nur jeder Vierte erfährt volles Verständnis vom Vorgesetzten.

Problem für Arbeitsplatz und der Gesellschaft

„Das Fehlen der Unterstützung für schwerhörige Arbeitnehmer wird an den Arbeitsplätzen zum Problem”, so Kim Ruberg, Secretary General von Hear-it.

Die Arbeitgeber laufen Gefahr viele tüchtige Mitarbeiter zu verlieren. Immerhin betrifft Schwerhörigkeit jeden sechsten Erwachsenen. Und diese Zahl ist steigend. Immer mehr junge Menschen sind betroffen. Damit wird auch zukünftig ein Grossteil der arbeiten Bevölkerung schwerhörig sein.

Diese Tatsache wird von verschiedenen Untersuchungen, wie die von Hear-it oder dem Amerikanischen Better Hearing Institute, bestätigt.

Was Arbeitgeber tun können

Kim Ruberg unterstreicht, dass die Arbeitgeber eine Menge tun können, um die Bedingungen für schwerhörige Angestellte zu verbessern. Der erste Schritt ist es, die Angestellten bei dem Aufsuchen einer Behandlung - dies geschieht meist mittels Hörapparaten - zu unterstützen.

Darüber hinaus kann etwas für die Akustik am Arbeitsplatz getan werden. Lärmabsorbierende Flächen, weiche Pads an den Stuhlbeinen oder das Ersetzen von Plastikbehältern mit Behältern aus Naturmaterialien, können die Akustik wesentlich beeinflussen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von technischen Hilfsmitteln, die den Alltag von Schwerhörigen erleichtern.

Über die Untersuchung

331 Schwerhörige im Berufsleben, haben den Fragebogen online aufwww.hear-it.org ausgefüllt. ì

Andere Ergebnisse der Untersuchung:

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