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25 Mai 2009

Auf See droht Hörverlust

Argentinische Studie: Mittelschwerer Hörverlust ist bei professionellen Fischern weit verbreitet.

Auf See droht Hörverlust

Der Lärm der Maschinen auf einem Schiff ist konstant. Die Arbeiter sind ihm teilweise bis zu zehn Tage lang am Stück ausgesetzt. 197 Fischer aus Mar del Plata in Argentinien nahmen an der Untersuchung teil. Keiner hatten früher Schwerhörigkeit.

Der Zustand des Hörsinns der Teilnehmer wurde im Rahmen der Untersuchung unter die Lupe genommen. Ein mittelschwerer Hörverlust war weitverbreitet. Dies wird auf den Lärm auf den Schiffen zurückgeführt und beeinflusst hauptsächlich das Sprachverständnis.

Maschinenarbeiter meist gefährdet

Maschinenarbeiter und Steuerleute sind die Gruppen, die das höchste Risiko tragen Hörverlust zu erleiden.

Die Lautstärke an solch einem Arbeitplatz, auf dem sich die Arbeiter 24 Stunden pro Tag aufhalten, sollte niemals höher als 80 Dezibel sein. Maschinenarbeiter jedoch sind Lärmpegeln zwischen 88 bis 108 Dezibel ausgesetzt. Unter den Maschinenarbeitern war Hörverlust und Tinnitus weit verbreitet. Auch unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Stress litten die Maschinenarbeiter, trotz Verwendung von Gehörschutz. Steuerleute sind täglichen Lärmpegeln von bis zu 84 Dezibel ausgesetzt. Auch hier wird die anbefohlene maximale Grenze von 80 Dezibel überschritten.

Belastungsdauer

Die Dauer, die die Arbeiter den Lärmpegeln ausgesetzt sind, wurde als Hauptgrund für die hohe Anzahl von Arbeitern mit Hörverlust eingestuft. ”Das Gehör der Seeleute wird durch den Lärm, dem sie an einem Arbeitstag ausgesetzt sind, beeinflusst. Dabei ist es mehr die Dauer der Belastung als der Lärmpegel selbst, die ausschlaggebend ist.”, erklärt Julieta Cáceres, eine der Forscher.

Auf See kann die Zeit der Lärmbelastung nicht eingeschränkt werden. Die Forscher empfehlen jedoch spezielle Messungen und eine permanente Überwachung der Lärmpegel um der Verbreitung von Hörverlust entgegenwirken zu können. Außerdem wird eine spezielle Schulung für die Arbeiter empfohlen, was für mehr Aufklärung sorgen soll. Regelmäßige Hörtests samt Langzeitüberwachung sollen ebenfalls dazu beitragen, die hohe Verbreitung von lärmverursachten Hörverlust unter Seeleuten einzuschränken.

Quelle: www.audioprotesistas.org

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