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Behandlungsmöglichkeiten für einseitige Taubheit

Einseitige Taubheit kann nicht geheilt werden. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten durch Hörgeräte. Eine Hörgerät-Option sind die so genannten CROS-Hörgeräte.

Behandlungsmöglichkeiten für einseitige Taubheit

Einseitige Taubheit kann nicht geheilt werden. Es gibt Behandlungs-möglichkeiten durch Hörgeräte, die das Hörgefühl von beiden Seiten wieder herstellen können. Das wird durch eine Geräuschübertragung von der tauben Seite auf das gesunde Ohr erreicht. Insgesamt müssen Patienten dem Hörproblem auch auf andere Weise beikommen, zum Beispiel die beste Sitz- und Hörposition einzunehmen und Hintergrundlärm zu reduzieren.

Eine Hörgerät-Option sind die so genannten CROS-Hörgeräte (contralateral routing of signal). Eine neuere Alternative sind die am Knochen befestigten BAHA-Hörgeräte (bone anchored hearing aids), die von der US-amerikanischen United States Food and Drug Administration, FDA gut geheißen worden sind.

CROS-Hörgeräte gibt es mit und ohne Verbindungsdraht. Sie bestehen aus einer Hörgeräte-Muschel mit einem Empfänger und einer weiteren Installation mit einem winzigem Mikrofonsystem. Der Empfänger sitzt in oder hinter dem normalem Ohr, während das Mikrofonsystem auf der tauben Ohr-Seite angebracht wird. Der Ton wird durch das Mikrofon-System auf der tauben Seite "gehört" und durch das verdrahtete oder drahtlose System an das normal hörende Ohr geleitet.

Menschen mit Hörverlust auf dem besseren Ohr können auch mit BI-CROS-Hörgeräten behandelt werden. Bei dem BI-CROS-System bekommen beide Ohren ein Mikrophonsystem, und hier werden Geräusche wieder nur auf der Seite mit dem Empfänger, wo das besser hörende Ohr ist, wahrgenommen.

Die Leistung, Handhabung und das Aussehen von CROS und BI-CROS-Systemen wurde von vielen Experten, die sie verschrieben haben und von vielen Trägern kritisiert. Die meisten Personen, denen CROS-Hörgeräte angeboten warden, kaufen sie nicht und von denjenigen, die es tun, benutzt sie nur ein kleiner Prozentsatz nach einem oder zwei Jahren die ganze Zeit.

Das so genannte BAHA umfasst ein kleines Titanimplantat, das am Knochen hinter dem taubem Ohr verankert wird und an einen Geräuschverarbeiter angeschlossen ist. Der Geräuschverarbeiter überträgt die aufgenommenen Töne über den Schädelknochen an das gute Ohr und ermöglicht demTräger, Töne, die von beiden Seiten kommen, zu hören und zu verstehen.

Das BAHA-System wurde in Europa seit den späten siebziger Jahren als erfolgreiche Behandlungsmethode angesehen. Gegenwärtig tragen das BAHA-System rund 15 000 Personen weltweit.

Quelle:www.Audiologyonline.com, Single Sided Deafness: Issues and Alternatives, 5/31/2004, by Teri Sinopoli, M.A., CCC-A, AAA, und BBC News, 13 Juni, 2003.

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