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25 April 2012

Blei schädigt Hörvermögen bei Jugendlichen

Kinder und Jugendliche, die Blei ausgesetzt sind, riskieren eine Hörminderung schon in jungem Alter. Experten schlagen die Herabsetzung der zugelassenen Belastungsgrenze für Blei vor.

Blei schädigt Hörvermögen bei Jugendlichen

Das amerikanische  Center zur Vorbeugung von Krankheiten (Centre for Disease Control and Prevention) lässt aktuell eine maximale Bleibelastung von 10 Mikrogramm pro Deziliter zu. Studien haben jedoch gezeigt, dass dieser Maximalwert noch zu hoch ist. Viele Jugendliche, bei denen Blei im Blut nachgewiesen werden konnte, erzielen schlechte Ergebnisse bei Hörtests.

Auch wenn die maximale Belastungsgrenze im Laufe der Geschichte immer weiter herabgesetzt wurde, ist Blei immer noch in manchen alten Häusern, im Erdboden und manchmal auch im Leitungswasser nachweisbar. Laut der Wissenschaftler gehört Blei zu den Ursachen für Schwerhörigkeit in jungem Alter.

Schwerhörigkeit bei Kindern und Jugendlichen ist besonders problematisch, da das Gehör eine ausschlaggebende Rolle im Kontakt zu Gleichaltrigen spielt. Außerdem kann ein herabgesetztes Hörvermögen bei Kinder und Jugendlichen zu Stress und Lernschwierigkeiten führen.

Je geringer die Belastung - desto besser das Gehör

Eine Studie von Dr. Josef Shargorodsky, Massachusetts Eye and Ear Infirmary, USA untersuchte den Bleigehalt von Blut und Urin bei 2.500 Teenagern. Die Ergebnisse wurden im „Archives of Otolaryngology-Head and Neck Surgery“ veröffentlicht. Sie zeigen, dass die zugelassene Maximalbelastung nicht überschritten wurde, was schon mal als Fortschritt anzusehen ist.

Allerdings hatten 31 Prozent der 12- bis 19-Jährigen, deren Blut mehr als zwei Mikrogramm Blei enthielt, ihren Hörtest nicht bestanden. Doch nur 17 Prozent der Jugendlichen mit nur einem Mikrogramm Blei oder weniger im Blut sind beim Hörtest durchgefallen. Frühere Studien hatte gezeigt, dass Blei die Geräuschübertragung und -verarbeitung im Gehirn stört.

Dr. Shargorodsky rät Eltern deshalb ihre Kinder vor Blei und anderen Schwermetallen zu schützen, auch wenn die zugelassene Belastung allgemein als ungefährlich eingestuft wird.

Quellen: www.reuters.com und www.ncbi.nih.gov

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