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10 Januar 2017

Chemotherapie mit Cisplatin kann zu Hörverlust führen

Menschen, die bei Hodenkrebs eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten, bekommen oft Hörverlust und Tinnitus.

Chemotherapie mit Cisplatin kann zu Hörverlust führen

Eine Studie hat festgestellt, dass hohe Dosen Cisplatin mit einem erhöhten Risiko für Hörverlust in verschiedenen Frequenzen in Verbindung stehen.

Viele Menschen, die an Hodenkrebs leiden, sind nach einer Chemotherapie mit Cisplatin schwerhörig. Dies hat die erste Studie zur kumulativen Wirkung von Chemotherapie mit Cisplatin bei Hodenkrebspatienten ergeben. Die Studie ergab, dass steigende Dosen von Cisplatin mit einer Hörminderung in den getesteten Frequenzen von 4, 6, 8, 10 und 12 kHz verbunden waren.

40% haben auch Tinnitus

„Zusätzlich zum Hörverlust erlebten etwa 40% der Patienten auch Tinnitus, der deutlich mit der Schwerhörigkeit in Zusammenhang steht", so Dr. Lois B. Travis, MD, Sc.D. und Lawrence D. Einhorn, Professor für Krebsforschung an der Indiana University School of Medicine sowie Forscher an der Indiana University Melvin und Bren Simon Cancer Center in den USA.

Die Studie basiert auf den Daten von 488 Männern, die an der Platin-Studie teilnahmen, welche am IU Simon Cancer Center sowie sieben anderen Krebszentren in den USA und Kanada durchgeführt wird. Die Studie wurde durchgeführt, um neue Erkenntnisse zu gewinnen, die zukünftigen Hodenkrebspatienten und anderen Patienten, die Chemotherapie mit Cisplatin erhalten, zugute kommen.

Umfassende Hörtests notwendig

Die Forscher gehen davon aus, dass auch wenn die Studie an Patienten mit Hodenkrebs durchgeführt wurde, die Ergebnisse auch für andere Krebspatienten, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten, gültig sind.  

„Die Ergebnisse zeigen die Wichtigkeit von umfassenden Hörtests vor und nach der Chemotherapie auf. Außerdem zeigen Sie auf, dass das Gesundheitssystem mindestens ein Mal jährlich das Gehör der Patienten überprüfen und wenn nötig einen Audiologen mit einbeziehen sollte. Die Patienten sollten darüber hinaus dazu aufgefordert werden, hohe Lärmbelastung, bestimmte Medikamente und andere Faktoren, die das Gehör schädigen können, zu vermeiden“, so Dr. Travis.

Die Studie wurde im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

Quelle:www.sciencedaily.com

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