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Deutsche Büros zu laut

Jeder zweite deutsche Büroangestellte ist so stark von Lärm am Arbeitsplatz betroffen, dass seine Leistung darunter leidet. Das zeigt eine Studie von rund 1000 Angestellten in kleinen, mittleren und großen Büros.

Deutsche Büros zu laut

Die Studienteilnehmer arbeiteten hauptsächlich in Jobs, in denen hohe Konzentration gefragt war. Der Lärm von Computern, Druckern und Telefonen kann die Konzentrationsfähigkeit jedoch beeinflussen.

Zu viel Lärm am Arbeitsplatz beeinträchtigt weit mehr als nur die Leistung und das Wohlbefinden der Angestellten. Anhaltende, hohe Lärmpegel beeinträchtigen ebenso häufig das Gehör der Arbeitnehmer und führen zu Hörverlust und Tinnitus.

Hörverlust durch Lärm am Arbeitsplatz ist in Deutschland der häufigste Arbeitsschaden, so Professor Eberhard Pfister in einer Rede zum „Tag des Lärms 2004“. Bundesweit werden jährlich über 6000 Fälle von arbeitsbedingtem Hörverlust gemeldet.

Eine Untersuchung von 2400 Tinnitus-Patienten an der “Oregon Health and Science University Tinnitus Clinic” in den USA ergab, dass das Tinnitus-Risiko auf Arbeitsplätzen mit “tolerierbarem” Lärm um 39 Prozent erhöht ist und bei Jobs, wo eine normale Unterhaltung aufgrund großen Lärms unmöglich ist, um 53 Prozent höher liegt.

Gerhard Hillig vom Forum Besser Hören empfiehlt, dass die Raumeinteilung von Arbeitsplätzen so gut wie möglich durchdacht werden sollte, um Lärmpegel zu begrenzen und überflüssigen Lärm zu vermeiden.

  • Computer sollten vom Angestellten entfernt aufgestellt werden, z.B. unter einem Tisch
  • Laute Geräte und Maschinen sollten in einem separaten Raum untergebracht werden
  • Beim Kauf neuer Ausstattung sollten die Geräte mit dem geringsten Lärmniveau bevorzugt werden
  • Lärmdämmendes Material wie Teppiche oder Gardinen können einen bedeutenden Unterschied machen
  • Im Büros sollte kein überflüssiger Verkehr herrschen
  • Unterhaltungen und Diskussionen, auch von wenigen Personen, sollten in dafür designierten Konferenzräumen abgehalten werden

Quelle: Forum Besser Hören (Januar 2004), Chronic Tinnitus Resulting From Head or Neck Injuries, The Laryngoscope (Mai 2003) and Mitteldeutsche Zeitung Online (April 2004)

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