Die Nummer 1 Webseite zum Thema Hören und Schwerhörigkeit
Seit 1999

30 November 2015

Die Verwendung von Kopfhörern kann zu Hörschäden führen

Bis zu 90 Prozent der Cochlea-Nervenfasern können aufgrund von häufigem Gebrauch von Kopfhörern geschädigt werden.

Kopfhörer können auch bei geringer Lautstärke zu dauerhaften Hörschäden führen.

Forscher der Harvard Medical School Eaton Peabody Laboratory, USA, haben festgestellt, dass durch Kopfhörer, die in das Ohr eingesetzt werden, bis zu 90 Prozent der Cochlea-Nervenfasern verloren gehen können, ohne dass damit die Fähigkeit der Tonerkennung in ruhiger Umgebung sinkt. Wenn aber Hintergrundgeräusche hinzukommen, sinkt die Hörfähigkeit drastisch. Damit können die Haarsinneszellen im Innenohr vollständig intakt, das Gehör aber dennoch beeinträchtigt sein, wenn die Nerven Synapsen beschädigt sind.

Verborgener Hörverlust

Seit Jahrzehnten haben sich Wissenschaftler fast ausschließlich auf den Verlust von Haarzellen als Indikator für Hörverlust konzentriert. Eine neue Studie der Acoustical Society of America bringt diese neue Form der Hörminderung "Versteckter Hörverlustund die daraus entstehenden Ansprüche an Vorbeugemaßnahmen ans Licht. 

Die Schallwellen werden durch das Mittelohr in das Innenohr geleitet, wo sie die Haarsinneszellen stimulieren. In der Cochlea, wird dann die physische Bewegung der Haarzellen in elektronische Impulse umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet. 

Nervenschäden

Kopfhörer, die im Ohr sitzen senden starke, schädliche Wellen direkt in die Cochlea - selbst bei niedriger Lautstärke. Und ohne eine bekannte Behandlung für Cochlea-Nervenschäden, empfehlen die Forscher dringende Vorsichtsmaßnahmen.

"Die Nervenfasern werden sich nie wieder verbinden", so Charles Liberman, Direktor des Eaton Peabody Lab. "Die Nervenfasern können nicht mehr auf Geräusche reagieren und innerhalb weniger Monate oder Jahre wird der Rest des Neurons verschwinden."

Die 60/60 Regel

Um dieser Form der Schwerhörigkeit entgegenzuwirken ist es empfehlenswert Kopfhörer zu verwenden, die auf der Hörmuschel sitzen und nicht in das Ohr eingeführt werden. Der Schall wird dadurch bereits abgeschwächt und ist nicht mehr so kräftig, wenn er das Innenohr erreicht.

Experten weisen außerdem auf die 60/60-Regel hin: Nicht mehr als 60% der Lautstärke für nicht mehr als 60 Minuten.

Quelle: www.nydailynews.com und www.sciencedaily.com

Bitte benutzen Sie unsere Artikel

Sie dürfen unsere Artikel sehr gerne verwenden und zitieren. Die einzige Bedingung ist, dass Sie einen direkten Link zu dem bestimmten Artikel auf unserer Seite bereitstellen.

Leider können Sie unsere Bilder nicht verwenden, da wir selber nicht das entsprechende Urheberrecht haben und die Bilder nur direkt auf unserer Seite verwenden dürfen.