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22 September 2014

Durch drahtlose Verbindung werden Hörsysteme zu Multifunktionsgeräten

Ein neuer, globaler Bluetooth-Standard für Hörgeräte ermöglicht die Verbindung zu einer Vielzahl von mobilen Geräten.

Durch drahtlose Verbindung werden Hörsysteme zu Multifunktionsgeräten

Durch die Einführung der standardisierten Bluetooth-Technik werden Hörgeräte zukünftig mit einer Vielzahl von mobilen Geräten kompatibel sein, die schon lange Teil des modernen Lebens sind: Fernsehgeräte, Mobiltelefone und MP3-Player und damit ein Großteil der akustischen Umwelt können zukünftig direkt mit Hörgeräten verbunden werden.

Ein Standard für alle

"Damit Hörgeräteträger vom vollen Umfang der Möglichkeiten, die die heutige drahtlose Technologie bietet, profitieren können, ist es wichtig, dass wir eine Verbindung zu allen Arten von mobilen Geräten ermöglichen", sagt Sören Hougaard, Generalsekretär der Europäischen Vereinigung der Hörgerätehersteller (EHIMA).

"Wir arbeiten an einem Standard, den jeder Hersteller von Verbraucherelektronik implementieren kann. Dies ist besonders wichtig wenn man bedenkt, dass in naher Zukunft diese Technologie auch in Kinos, Schulen und öffentlichen Plätzen Anwendung finden wird, um das Leben von Menschen mit Hörverlust in noch mehr Hörsituationen zu verbessern", erklärt er weiter.

Herausforderungen zu überwinden

Allerdings gibt es immer noch einige Herausforderungen zu überwinden: Die winzigen Batterien, die in Hörgeräten eingesetzt werden, das erforderliche Zubehör, das benötigt wird, um Hörgeräte und mobile Geräte zu verbinden, sowie die Tatsache, das ein fehlender globaler Standard den Gebrauch auf eine Marke beschränkt.

Um diese Einschränkungen zu überwinden, haben sich die weltweit führenden Hörgerätehersteller mit der Bluetooth Special Interest Group (SIG), sowie Mobiltelefon- und Fernsehherstellern zusammengeschlossen, um eine Ultra-Low-Power, nicht-proprietäre Lösung als Teil einer neuen Bluetooth-Spezifikation zu entwickeln. Diese Lösung ermöglicht Hörgeräten drahtlos Musik und Geräusche von Mobiltelefonen, Fernsehgeräten und Musikabspielgeräten zu empfangen.

Hörsysteme werden Multifunktionsgeräte

Zukünftig werden Hörgeräte nicht nur zur Geräuschverstärkung da sein. Die ersten Hersteller haben bereits begonnen, Gesundheits- und Aktivitäts-Sensoren zu integrieren, über die Menschen, die Sport treiben, zeitgleich mit Informationen bezüglich ihres Körpers versorgt werden.

Solche und andere Features könnten zukünftig normaler Teil von Hörgeräten werden, die damit Geräuschverstärkung, Tragekomfort und Gesundheit vereinen und unterstützen.

Diese neuen Funktionen könnten auch dazu beitragen, dass mehr Menschen mit Schwerhörigkeit früher mit der Verwendung von Hörgeräten beginnen, was sich positiv auf die Leistung der Betroffen, die Familie, Freunde und das Zusammenspiel mit Kollegen auswirkt.

Im März 2014 gab EHIMA die Zusammenarbeit mit der Bluetooth Special Interest Group (SIG) bekannt. Ziel ist es, einen neuen Bluetooth-Standard für Hörgeräte zu entwickeln.

Über EHIMA

Die Europäische Vereinigung der Hörgerätehersteller (EHIMA) vertritt die sechs großen Hörgerätehersteller. Sie stehen für die Produktion von 90% der Hörgeräte weltweit. EHIMA wurde 1985 gegründet, und die Mitglieder sind die größten und modernsten Hörgerätehersteller weltweit.

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