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13 Mai 2003

Durchbruch für hörgeschädigte Athleten steht kurz bevor

Die Aussichten für hörgeschädigte Athleten, auf internationaler Ebene konkurrieren zu können und dadurch mehr Anerkennung zu erlangen, bekamen deutlichen Auftrieb, als Tiffany Granfors, eine der unermüdlichen Organisatoren der Deaflympics, vor Kurzem zu dem weltweit prestigeträchtigsten und exklusivsten Studienprogramm für Sportfunktionäre eingeladen wurde.

Durchbruch für hörgeschädigte Athleten steht kurz bevor

Granfors wurde als eine von nur 30 Teilnehmern für das Studienprogramm für Sportverwaltung und -technologie "Master degree program in Sportsadministration and Technology" an der internationalen Akademie für Sportwissenschaften und -technik ,"AISTS", und der Universität von Lausanne in der Schweiz für das kommende Studienjahr ausgewählt. Das Programm wird von dem Internationalen Olympischen Komitee, "IOC", sanktioniert.

Kein anderer Vertreter der gehörlosen und hörgeschädigten Sportgemeinschaft hat es bisher in dieses Programm geschafft. Das Studienprogramm wird als direkter Weg zu den Machtzentralen der Sportwelt angesehen. In diesem Zusammenhang ist die Einladung zu dem Programm aus der Schweiz mehr als ein persönlicher Durchbruch. Es ist ein potenzieller Durchbruch für eine ganze Kategorie von Athleten aus aller Welt, die um Anerkennung und Legitimität kämpfen und die davon profitieren werden, dass endlich ein Vertreter Zugang zu den höchsten Stufen in der Sporthierarchie erlangt hat.

Granfors hat bereits auf mehreren Gebieten Einfluss ausgeübt. Sie verbrachte ein Jahrzehnt in einer verantwortlichen Managementposition beim Telephonindustrie-Giganten AT &T. 1985 gewann sie eine Leichtathletik-Goldmedaille bei den Gehörlosenspielen "World Games for the Deaf" und ist ehemalige Leichtathletik-Trainerin an der Gallaudet Universität in Washington. In den vergangenen Jahren hat sie ihr Talent in den Dienst der Organisation der Deaflympics gestellt, das eines der ältesten und am schnellsten wachsenden Sportereignisse in der Welt ist, an der über 3000 Athleten aus Dutzenden von Ländern teilnehmen, die miteinander in den neuesten Sommerspielen konkurrieren.

Die ersten Spiele für Gehörlose und Hörgeschädigte wurden 1924 abgehalten. Die Spiele werden von dem internationalen Gehörlosenkommitee "Comité International des Sports des Sourds, CISS" organisiert, das seinen Sitz in den Washingtoner Vororten hat. Entscheidend für die Teilnahme von Granfors an dem Schweizer Programm ist die erfolgreiche Spendenbeschaffung nötiger Beiträge von Sponsoren durch Granfors und dem CISS in den nächsten paar Wochen.

Anmerkung des Redakteurs: Tiffany Granfors kann untergranfors@ciss.org erreicht werden.

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