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14 Juli 2014

Ein Gen kann Gehör schützen

Ein Gen, das das Gehör bei Mäusen schützt könne sich auch auf das menschliche Gehör positiv auswirken.

Ein Gen kann Gehör schützen

Hörverlust ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem. Fast ein Drittel aller 64-Jährigen leidet an altersbedingtem Hörverlust. Diese Zahl verdoppelt sich fast auf 64% bei den 85-Jährigen. 

Lärmbedingter Hörverlust  gehört darüberhinaus zu den häufigsten, arbeitsbedingten Gesundheitsschäden. 

Forscher von der Harvard Medical School haben sich sowohl mit altersbedingter Schwerhörigkeit als auch lärmverursachter Schwerhörigkeit beschäftigt. Durch ihre Forschung, haben sie bedeutende Einblicke in die Schutzmechanismen des Gehörs gewonnen. 

Die Forscher untersuchten, ob das ISL1-Gen bei Eingabe in das Innenohr von Mäusen, die Tiere vor Hörschäden schützt. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass das Gen eine schützende Funktion auf die Haarsinneszellen im Innenohr hat. Das Gen beugte sowohl die Degeneration durch das Altern vor, als auch die Schädigung der Haarsinneszellen durch Lärm. Das Gehör der Mäuse, die mit ISL1 behandelt wurden, war auch im Alter wesentlich besser als das Gehör der Tiere aus der Vergleichsgruppe. 

Die Forscher hoffen, die Studie auf Menschen zu erweitern, um zu sehen, ob das Gen gleichen Schutz für das menschliche Gehör darstellt. 

Schutz der Verbindungen 

Die Forscher haben entdeckt, dass das Gen die Verbindungen zwischen den Haarzellen und Neuronen des Innenohrs erhält und stärkt. 

Diese Verbindungen sind für die Weiterleitung der Geräusche ausschlaggebend. Die Forscher glauben, dass die schützende Funktion des Gens für das Gehör auf die Erhaltung dieser Verbindungen zurückzuführen ist, da eine Störung der Verbindung (durch Alterung oder Lärm) Ursache für Schwerhörigkeit sein kann. 

Über die Studie 

Die Studie wurde von Dr. Zheng Yi-Chen, Dr. Mingqian Huang und einer Gruppe von Forschern am Massachusetts Eye and Ear, Harvard Medical School durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im "Journal of Neuroscience" veröffentlicht. 

Quelle:www.sciencecodex.com 

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