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13 September 2010

Ein Protein ausschlaggebend für den Hörsinn

Die Rolle eines Proteins im Innenohr stellt sich als ausschlaggebend für die Hörfähigkeit und den Balancesinn heraus. Dies hat eine Studie ergeben. Bei einer Mutation in dem Gen, das für die Ausbildung des Proteins steht, kann es zu Hörproblemen und Balancestörungen kommen.

Ein Protein ausschlaggebend für den Hörsinn

Forscher haben dazu die Querstreifen von Zebrafischen studiert. Diese Streifen haben Sinneszellen, die es dem Fisch ermöglichen seine Umwelt wahrzunehmen. Außerdem haben diese Zellen ähnliche Eigenschaften wie die menschlichen Sinneshaarzellen im Innenohr. Im Gensatz zu den Haarzellen von Menschen oder Mäusen jedoch sind die Sinneszellen des Zebrafischs leicht zugänglich und damit einfach zu untersuchen.

Die Untersuchung brachte ans Licht, dass das Tmie Protein oder auch das transmembrane Innenohrprotein eine ausschlaggebende Rolle für die Hörfähigkeit hat.

Forscher konnten bei manchen Zebrafischen eine schwere Schwerhörigkeit sowie Balancestörungen feststellen. Zuerst ließ sich kein Unterschied zu den normal hörenden Fischen ausmachen. Doch die Forscher entdeckten später, dass das Gen, welches die Ausbildung des Tmie Proteins bestimmt, mutiert war.

Sinneshaarzellen im Innenohr wandeln Geräusche in elektrische Impulse um, die über die Nervenleitungen ins Gehirn wandern und dort verarbeitet werden. Diese Umwandlung von Geräusch in elektrischen Impuls findet mittels der Proteine statt. In diesem Fall dem sogenannten Tmie Protein. „Das Protein wandert durch die Zellmembran und steuert die Funktionsweise der Sinneshaarzellen, erklären die Forscher. Wenn das Protein aufgrund einer Mutation der Gene beeinflusst ist, kann der Umwandlungsprozess von Geräusch in elektrischen Impuls nicht korrekt stattfinden.

Ein möglicher neuer Ansatz

Diese Forschungsergebnisse könnten einen neuen Ansatz in der Betrachtung von Schwerhörigkeit beim Menschen ermöglichen. Denn es wurde ebenfalls bestätigt, dass eine Fehlausbildung des Tmie Proteins eine Schwerhörigkeit sowie Balancestörungen bei Menschen und Mäusen zur Folge hat.

„Die Untersuchungen geben uns nützliche Information, um zukünftig neue Methoden zur Behandlung von Schwerhörigkeit und Balancestörungen zu entdecken und entwickeln zu können“, erklärt Untersuchungsleiter, Hernán López-Schier.

Source: www.audioprotesistas.org

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