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Einen Schritt näher an der Wiederherstellung des Gehörsinns

Zwei Untersuchungen bezüglich der Wiederherstellung des Gehörsinns bei Patienten mit Otosklerose lieferten vielversprechende Ergebnisse.

Einen Schritt näher an der Wiederherstellung des Gehörsinns

Die ersten Ergebnisse zweier Untersuchungen geben Grund zur Hoffnung was die Zukunft von Schwerhörigen anbelangt. Es wird geschätzt, dass weltweit cirka 500 Millionen Menschen an einer Schwerhörigkeit leiden.

Otosklerosegen identifiziert

Belgische Forscher haben das Gen TGBF1 als Verursacher der Otosklerose, eine der meistverbreiteten Formen von Hörverlust bei Erwachsenen, identifiziert. Otosklerose ist eine, sich schrittweise entwickelnde Art von Schwerhörigkeit, verursacht durch eine Fehlbildung der Knöchelchen im Mittelohr. Durch die Deformation der Knochen werden die Schallwellen am Eindringen in das Ohr gehindert.

Die aktuellen Behandlungsformen lauten Hörgerät oder chirurgischer Eingriff. Die Forscher hoffen, dass die Identifikation des Genes TGBF 1 zu besseren Behandlungsmöglichkeiten bei Otosklerose führt.

Wiederherstellung der Haarzellen im Innenohr

Vielen Arten von Hörverlust liegt eine Zerstörung der feinen Haarzellen im Innenohr zugrunde. Die Haarzellen sorgen für die Weiterleitung von Geräuschen mittels Impulsen an das Gehirn. Bisher galten diese Härchen, sind sie einmal wegen zu viel Lärmeinfluss zerstört, als irreparabel. Neue Forschungen aber haben gezeigt, dass seine Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit dieser Härchen doch nicht ausgeschlossen ist.

Forscher der Universität Virginia haben das Gen KCNQ4 erforscht, welches bei einer Mutation, genetisch bedingten Gehörverlust zur Folge hat. Die Forscher erzeugten das Gen künstlich und entwickelten eine Gentherapie. Dabei gelangt dieses Gen in die geschädigten Haarzellen im Innenohr.

“Der Versuch zeigt, dass unsere Vorangehensweise funktioniert und dass die KCNQ4 Gentherapie eine effektive Methode zur Heilung von Taubheit, verursacht durch Mutation dieses Genes, darstellt”, so Professor Dr. Jeffrey Holt von der Universität Virginia.

Quelle:www.healthyhearing.com, 9 Oktober 2007

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