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07 August 2008

Einsatz für Schwerhörige in Namibia

40 Prozent aller Vorfälle von Gehörverlust in Namibia sind laut Weltgesundheitsorganisation vermeidbar. Doch es gibt Hoffnung. Die Organisation CLaSH (Association for Children with Language, Speech and Hearing Impairments of Namibia) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung aufzuklären, Kontakte zu knüpfen und die Versorgung mit Hilfsgeräten zu verbessern.

Eine schlecht entwickelte Infrastruktur und Armut verhindern die optimale Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten und pädagogischer Hilfe im Falle eines Gehörverlusts. Somit ist es keine Seltenheit, dass das weitverbreitete Vorkommen von Malaria und Meningitis einen bleibenden Gehörschaden zur Folge hat. Laut Weltgesundheitsorganisation könnten 40 Prozent der Fälle verhindert werden. Und genau das ist das Ziel der Organisation CLaSH.

Eine bessere Diagnose von Gehörverlust oder Sprachfehlentwicklungen wird bestrebt. Auch im Bereich Versorgung leistet die Organisation einen Einsatz und vermittelt Kontakte zu Behandlungszentren. Schulungen für Eltern betroffener Kinder werden angeboten und der Zugang zu Hörgeräten und anderen Hilfsmitteln erleichtert. Aufklärung wird ebenfalls groß geschrieben. Plakate kommen in sechs verschiedenen Sprachen zum Einsatz und auch Fernsehen und Radio werden genutzt.

Internationale Unterstützung

Unter dem Namen „Operation Omakutsi“ reisen deutsche HNO-Chirurgen für eine Woche nach Namibia, um dort gratis zu operieren. Damit wird nicht nur den Hörgeschädigten geholfen. Namibische Ärzte assistieren und bekommen so die Möglichkeit der Fortbildung und der praktischen Erfahrung, um selbst für die Versorgung der Menschen in Namibia sorgen zu können.

Klinik auf vier Rädern.

HARK (Hearing Assissment and Research Center) nennt sich die von der Commonwealth Society for Deaf gesponserte, fahrbare Klinik, die in Zusammenarbeit mit CLaSH betrieben wird. HARK ist im dichter besiedelten Norden Namibias unterwegs. Vor Ort werden Hörtests gemacht, Ohrenentzündungen behandelt, Hörgeräte angepasst und Aufklärung betrieben.

Zukunft ungewiss

„Für mich ist CLaSH wie eine Brücke der Kommunikation“, so der Vater eines betroffenen Kindes in einer Dokumentarsendung über die Organisation.
Ob CLaSH auch noch in Zukunft die Rolle einer Kommunikationsbrücke erfüllen kann, ist ungewiss. Die langfristige Finanzierung der Organisation ist nicht gesichert.

Quelle: Hörakustik 3/2008

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