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29 Juni 2015

Einsatz zum Schutz des Gehörs von Musikern

Eine Langzeitstudie hat die Geräuschbelastung im Konzertsaal für das Australian Symphony Orchestra analysiert und die Belastung als alarmierend eingestuft. Daher haben die Forscher ein Programm zum Schutze des Gehörs von professionellen sowie Freizeitmusikern entwickelt.

Einsatz zum Schutz des Gehörs von Musikern

Musiker des Queensland Symphony Orchestra nehmen seit neun Jahren an diesem Schutzprogramm teil.

"Hörverlust  ist unter Orchestermusikern weit verbreitet", erklärt Studienleiter Ian O'Brien von der School of Medical Sciences an der University of Sydney, Australien. Das Ziel der Studie war daher, Möglichkeiten für Musiker zu finden, die die Geräuschbelastung reduzieren ohne die Musik zu beeinflussen. 

Training ist entscheidend

Aufmerksamkeit auf Hörverlust und Aufklärung darüber, wie man eine Hörschädigung vermeiden kann, sind die Schlüsselfaktoren des Programms. O´Brien empfiehlt daher ein entsprechendes Training für alle Musiker:

"Musiker, die sich nicht die Zeit nehmen, sich an das veränderte Hörerlebnis durch verschiedene Ohrstöpsel zu gewöhnen, werden diese Schutzmaßnahmen instinktiv ablehnen", sagt O'Brien.

Durch die Aufklärung der Musiker ist es möglich, die Risiken für eine lärmbedingte Schwerhörigkeit zu begrenzen.

Sinfonieorchester schützt aktiv Gehör

Die Forscher begannen die Lärmbelastung vor neun Jahren zu messen und zu dokumentieren. Sie fokussierten auf die Sitzordnung des Orchesters und untersuchten, in wie weit Lärmschutzwände oder das Drehen einzelner Musiker zu einer geringeren Geräuschbelastung beitragen kann. Die Forscher stellten den Musikern auch spezielle Ohrstöpsel zur Verfügung. 

Die Schutzmaßnahmen wurden anschließend von den Musikern und Vertretern des Orchesters, durch eine Art "Klang-Komitee" beurteilt, um sicherzustellen, dass die musikalische Darbietung dadurch nicht beeinträchtigt wird. 

Anschließend hat das Orchester viele der Vorschläge wie Geräuschabsorbierende Schutzschirme implementiert.

Die Studie wurde in Annals of Occupational Hygiene veröffentlicht.

Quelle:www.kfgo.com

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