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17 April 2008

England investiert viel zu wenig in Forschung im Bereich Gehörverlust

Forschung im Bereich Schwerhörigkeit zahlt sich im Geschäftsleben sowie in der Gesellschaft im Allgemeinen aus. Bisher investiert die britische Gesellschaft sowie die Pharmaindustrie nur wenig in diesen Forschungsbereich

Gehörverlust kostet England Billionen Pfund durch Einkommensverluste, doch nur ein wenig mehr, als ein Tausendstel des Wertes wird in Forschung im Bereich Gehörverlust investiert. Diese Zahlen veröffentlichte die anerkannte medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“.

Laut des britischen royalen, nationalen Instituts für Taube und Schwerhörige (RNID) leiden neun Millionen Engländer an einer Schwerhörigkeit und jährlich entstehen dadurch staatliche Umkosten in Höhe von 13.5 Billionen GBP durch Einkommensverluste. Bisher werden aber nur 16.5 Millionen in Forschung nach besseren Behandlungsmethoden investiert.

Die finanziellen Einbußen als Folge von Gehörverlust können nur durch Forschung nach Behandlungsmethoden und Vorbeugung von Gehörverlust eingegrenzt werden, so das RNID. Der Bedarf an Forschungsresultaten steigt weiter durch die immer mehr ansteigende Anzahl Hörgeschädigter aufgrund der wachsenden Lärmbelastung im Alltag sowie der Steigerung der Anzahl älterer Menschen in der Gesellschaft

Ungenutztes Potential auf dem Markt

Des Weiteren kann die Forschung im Bereich Schwerhörigkeit höhere Einnahmen für private Unternehmen in bedeuten. Der Markt bezüglich medizinischer Hilfe sowie Produkten für Hörgeschädigte ist nicht erschöpft. Der Bedarf an Medizin und Hilfsmitteln für Menschen mit Minderung des Gehörsinns ist groß und bei weitem nicht gedeckt. Beispielsweise nutzt nur ein Viertel der Schwerhörigen in England ein Hörgerät.

Darüber hinaus würde das Vorantreiben der Forschung im Bereich Gehörverlust ach eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft haben, da die Lebensqualität der Betroffenen verbessert wird sowie die Möglichkeiten in den Bereichen Ausbildung, Arbeit und soziales Zusammensein vorangetrieben werden würden.

Quelle: RNID, 14. November 2007; The Lancet, vol. 360, nr. 9601, 2007

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