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Frankreich

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Organisation und Finanzierung

In Frankreich gibt es ein Versorgesystem, bei dem die Kosten für ein Hörgerät vollständig oder teilweise zurückerstattet werden. Damit die Kosten für ein Hörsystem gedeckt werden, muss das Gerät auf der Liste der Produkte und Hilfsmittel zu finden sein, die von den Gesundheitsversicherungen (L.P.P.) getragen werden.

Die Höhe des Deckungsbeitrags hängt vom Alter und Grade der Schwerhörigkeit ab.

  • Bei Personen unter 20 Jahren, sowie Blinden und Tauben werden 65 % des Listenbetrags gezahlt. Der Betrag kann damit zwischen 900 bis 1400 Euro, in Abhängigkeit vom Gerät liegen. Der Zuschussbetrag macht demnach 585 bis 910 Euro aus.
  • Patienten über 20 Jahre erhalten 65 Prozent einer Hörgerätepauschale, die bei 199,71 Euro liegt. Dies entspricht einer Bezuschussung von 128,812 Euro.

Außerdem gibt es verschiedene Regulierungen für Schwerhörige am Arbeitsplatz und Mitglieder der Gesundheitsversicherung CMU.

Die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (Les Mutuelles) können darüber hinaus die Differenz ausgleichen.

Es gibt keine zeitliche Begrenzung bezüglich der Lebezeit eines Hörgerätes, bzw. dem Zeitpunkt der Erneuerung. Eine Ausnahme stellt jedoch die CMU dar.

Hörtest und Behandlung

Um mit einem Hörgerät versorgt zu werden, müssen vorher eine ontologische und audiometrische Untersuchung durchgeführt werden. Auf Basis der Befunde wird eine obligatorische Erklärung erstellt. Es wird empfohlen, dass diese Erklärung von einem Facharzt (HNO) ausgestellt wird. Anschließend stehen Hörspezialisten (l'audioprothéiste) für die Auswahl des Gerätes. Sie nehmen sich auch der Anpassung, Vergabe, Kontrolle und Erklärung bezüglich der Funktionsweise des Gerätes an.

Wartelisten

Es gibt keine Wartelisten in Frankreich.

Arten von Hörgeräten

Alle Hörgeräte, die auf der oben beschriebenen Liste über bezuschusste Produkte und Hilfsmittel zu finden sind, werden bezuschusst.

Batterien und Pflege

Die Krankenversicherungen erstatten die Umkosten für Pflege und Batterien mit 65 Prozent bis zu einem jährlichen Maximalbetrag von 36,59 Euro (23,78 ausgezahlt).

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