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17 Dezember 2007

Frischgebackene Eltern wissen nicht genug über Hörverlust

Eine Störung des Hörsinns ist einer der meist verbreiteten Fehler von Geburt an. Aber nicht viele Wissen wie sie die bestmöglichen Bedingungen für ein Neugeborenes mit Hörschädigung schaffen.

Eins von drei Neugeborenen Kindern, die mit einer Hörstörung zur Welt kommen, werden nicht gleich nach der Geburt getestet und somit wird auch keine Diagnose gestellt. Damit können die betroffenen Babys auch nicht die entsprechende Behandlung, der es bei Hörverlust bedarf, erhalten. Dies ergab eine Untersuchung der Alexander Grahm Bell-Organisation für Taube und Schwerhörige (AG Bell) und dem NCHAM (National Center for Hearing Assessment and Management). Eine beeinträchtigte Entwicklung der Sprache kann die Folge sein und dies im Nachhinein zu beheben, gestaltet sich oftmals als schwierig. Außerdem kann sich eine beeinträchtigte Sprachentwicklung auch auf die Entwicklung sozialer Kontakte auswirken.

Bei den Kindern, bei denen der Hörverlust sofort festgestellt wird, zeigt sich aber ein weiteres Problem. Jedes vierte betroffene Elternpaar wird nicht genügend über die Möglichkeiten der Behandlung und Unterstützung informiert.

„Die Bedingungen für Kinder mit Hörverlust sind nun besser denn je zu vor, aber wir müssen einen größeren Einsatz leisten und dafür sorgen, dass die Möglichkeiten die es gibt, den Betroffenen einfacher zugänglich gemacht werden“, so der frühere Stabsarzt General Dr. C. Everett Koop.

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In den vergangenen Jahren wurden viele Schritte nach vorn gemacht. In der Mitte der 90er waren es gerade mal sieben amerikanische Staaten, in denen die Frühuntersuchung auf Hörverlust gesetzlich geregelt wurde. Heute sind es 40 Staaten, die diesen Gesundheitsservice anbieten und 95 Prozent aller Neugeborenen werden getestet. Das Durchschnittsalter bei der Erstuntersuchung des Hörsinns hat sich damit von 30 Jahren auf nur drei Monate verringert.

„Wir haben einen enormen Fortschritt gemacht. Aber noch werden nicht alle Eltern der Kinder, die an Hörverlust leiden, genügend über Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufgeklärt“, so Karen Youdelman, Vorsitzende von AG Bell und ergänzt: „Es gilt, keine Zeit zu verschwenden. Wir haben die Verantwortung sicher zu stellen, dass die Familien wissen, dass Kinder die Sprache durch das Hören lernen und das dementsprechend die ersten Monate im Leben des Kindes besonders wichtig sind.“

Eine Höruntersuchung dauert circa neuen Minuten und sollte im Laufe des ersten Monats nach der Geburt des Kindes durchgeführt werden.

Quellen: www.healthyhearing.com; www.usatoday.com

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