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19 September 2016

Fünf Mal höheres Risiko für Schwerhörigkeit bei Lärm am Arbeitsplatz

Arbeitnehmer, die Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, haben ein fünf Mal höheres Risiko für Schwerhörigkeit und Tinnitus. Das hat eine Studie ergeben. Rund 22 Millionen Amerikaner sind schädlich hohen Lautstärken am Arbeitsplatz ausgesetzt.

Fünf Mal höheres Risiko für Schwerhörigkeit bei Lärm am Arbeitsplatz

Eine Studie des NIOSH, USA (Nationales Institut für Arbeitsschutz und Gesundheit) hat Schwerhörigkeit und Tinnitus in verschiedenen Branchen untersucht.

NIOSH-Studienergebnisse

Das Vorkommen von Schwerhörigkeit und Tinnitus ist fast fünf Mal höher bei Arbeitnehmern, die hohen Lautstärken am Arbeitsplatz ausgesetzt sind.

Folgende Erkenntnisse belegte die NOISH-Studie:

Unter Arbeitnehmern, die im Laufe ihres Berufslebens Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt waren, hatten 23% eine Schwerhörigkeit. 15% hatten Tinnitus und 9% hatten sowohl ein herabgesetztes Hörvermögen als auch Tinnitus.

Unter Arbeitnehmern, die nie in einem Lauten Umfeld gearbeitet hatten, hatten nur 7% eine Schwerhörigkeit. 5% hatten Tinnitus und nur 2% hatten sowohl ein herabgesetztes Hörvermögen als auch Tinnitus.

Menschen, die in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sowie Jagd beschäftigt waren, hatten ein deutlich höheres Risiko für Schwerhörigkeit, Tinnitus oder beiden Erscheinungen.

Arbeitnehmer, die im Bereich Produktion tätig waren, hatten ebenfalls ein deutlich höheres Risiko für Tinnitus und Schwerhörigkeit in Kombination.

Weitere Bereiche mit deutlich höheren Vorkommen von Hörverlust waren sozialwissenschaftliche Berufe, persönliche Betreuung und Dienstleistungsberufe. Menschen die in Bau- und Ingenieurberufen tätig waren, hatten ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Tinnitus.

Menschen, die im Vertrieb und ähnlichen Berufen arbeiteten, hatten hingegen ein deutlich geringeres Risiko von Schwerhörigkeit, Tinnitus und deren Kombination.

22 Millionen Arbeitnehmer in den USA betroffen

Schwerhörigkeit und Tinnitus sind in den USA weit verbreitet. Besonders Arbeitnehmer die in ihrem Beruf viel Lärm ausgesetzt sind, sind betroffen. NIOSH gibt an, dass rund 22 Millionen Arbeitnehmer in den USA betroffen sind.

Menschen mit Hörverlust sind mehr gefährdet am Arbeitsplatz. Sie haben oft Probleme Geräusche wie Warnsignale zu hören und damit ein erhöhtes Risiko für Unfälle.

"Hörverlust kann sich stark auf das Wohlbefinden und den allgemeinen Gesundheitszustand der Mitarbeiter auswirken", so Dr. John Howard, M. D, Direktor des NIOSH.

"Unsere Studie über das Vorkommen von Schwerhörigkeit und den Zusammenhang mit Lärm am Arbeitsplatz unter allen Teilen der erwachsenen Bevölkerung der USA macht deutlich, dass bessere Vorbeugestrategien benötigt werden. Die Einschränkung des gefährlichen Lautstärkeniveaus ist dabei eine Notwendigkeit um Schwerhörigkeit vorzubeugen", erklärt der Experte weiter.

NIOSH ist die Bundesbehörde in den USA, die Forschung leitet und Empfehlungen zur Vorbeugung arbeitsbedingter Verletzungen, Krankheiten und Todesfälle gibt.

Über die Studie

Die Studie "Schwerhörigkeit und Tinnitus unter Arbeitnehmern und Arbeitssuchenden in den USA 2007", baut auf Daten aus der National Health Interview Survey 2007 auf. Diese enthält detaillierte Angaben der Teilnehmer über die Themen Schwerhörigkeit, Tinnitus, und Lärmbelastung im Beruf.

Die Studie wurde vom American Journal of Industrial Medicine veröffentlicht.

Quellen:onlinelibrary.wiley.com,www.cdc.gov undohsonline.com

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