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13 Oktober 2010

Geben Sie auf den Hörsinn Ihres Kindes acht

Kinder haben mehr Hörsinneshaarzellen als Erwachsene. Das bedeutet, dass sie nicht so schnell eine Schwerhörigkeit ausbilden, wie Erwachsene. Dennoch sind im Kindesalter auftretende Schäden des Gehöres permanent.

Geben Sie auf den Hörsinn Ihres Kindes acht

Sicher kennen alle Eltern das selektive Hörverhalten des Nachwuchses. Diese „Art von Schwerhörigkeit“ ist akzeptabel, aber leider sind viele Kinder täglich ernsthaften Risiken ausgesetzt. Das tägliche Musikhören mit MP3-Playern bei hoher Lautstärke über einen langen Zeitraum hinweg ist schädlich für die Ohren.

Hörverlust kommt schleichend

Der tägliche Gebrauch von MP3-Playern und anderen Musikabspielgeräten kann eine ganze Generation von Schwerhörigen verursachen. Kinder und Jugendliche, die mit Kopfhörern Musik direkt ins Ohr übertragen bekommen, können damit den Hörsinn irreparabel schädigen. Doch der Hörverlust kommt schleichend. Es kann Jahre dauern, bis er bemerkt wird. Dorte Hammershøj von der Universität in Aalborg, Dänemark berichtet, dass die Forschung aufzeigt, dass Kinder über eine höhere Kapazität der Sinneshaarzellen im Innenohr verfügen. Diese Sinneshaarzellen sind ausschlaggebend für das Hören. Das bedeutet auch, dass die Kinder länger und lauter Musik hören können, als es gut wäre, denn gesunde Sinneshaarzellen übernehmen die Funktion der bereits geschädigten Sinneshaarzellen. Die Sinneshaarzellen sollten jedoch ein ganzes Leben lang reichen. Tritt eine Schädigung bereits in jungem Alter ein, steigt die Wahrscheinlichkeit für altersbedingte Schwerhörigkeit.

Schwarze Aussichten

In Dänemark hat circa jeder Dritte ein persönliches Musikabspielgerät und noch viele mehr haben ein Mobiltelefon, welches auch Musik spielen kann. Damit liegt Dänemark über dem Durchschnitt der EU. Europaweit sagt jeder Fünfte, täglich MP3-Player zu verwenden. Laut der EU befindet sich jeder Zehnte in der Risikogruppe für Hörverlust und Tinnitus. Demnach ist ein Viertel, bis eine Halbe Millionen Dänen gefährdet, eine permanente Schwerhörigkeit zu erleiden.

Tinnitus und Müdigkeit

Eine schwedische Untersuchung, die von der Örebro-Universität durchgeführt wurde, hatte gezeigt, dass fünf Prozent der Neunjährigen bereits Tinnitus haben. In der Gruppe der 16- bis 55-Jährigen hatten im Durchschnitt 32,16 Prozent Tinnitus. Neun Prozent waren Lärm gegenüber überempfindlich. Von einer Überempfindlichkeit wird gesprochen, wenn Menschen Geräusche in normaler Lautstärke als unangenehm empfinden. Außerdem gaben vier Prozent an, dass Lärm sie müde mache.

Die 60/60 Regel

Aus all den genannten Gründen ist es wichtig, die Ohren von Kindern zu schützen, bevor eine Schwerhörigkeit entsteht. Experten legen allen Menschen nahe, die Lautstärke an Musikabspielgeräten herabzudrehen. Die Lautstärke sollte nicht mehr als 60 Prozent der Maximallautstärke betragen. Außerdem sollte Musik nicht mehr als 60 Minuten täglich konsumiert werden.

Quelle: www.taenk.dk

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