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22 Juli 2016

Gefährliche Lautstärke in Fitness-Studios kann Gehör schädigen

Die Musik in Fitness-Studios erreicht oft gefährliche Lautstärken zwischen 100 und 115 dB. Spinning-Stunden sind dabei oft die schlimmsten Übeltäter. Studien haben belegt, dass Teilnehmer und Ausbilder bei dieser Art von Training ein sehr hohes Risiko haben, ihr Gehör zu schädigen.

Gefährliche Lautstärke in Fitness-Studios kann Gehör schädigen

Bei den zunehmend beliebten Trainingsarten wie Spinning, Zumba und Bodypump gehen ein hoher Puls und hohe Lautstärke Hand in Hand. Beim Training ist Musik ein großer Motivator, aber bei längerer Belastung des Gehörs kann ein lärmbedingter Hörverlust entstehen.

Fitness-Studios halten Industrierichtlinien nicht ein

Der New Yorker Live Stream PIX11, hat undercover die Lärmbelastung in vier Fitness-Studios in den USA gemessen. Die Ergebnisse sind alarmierend. In allen vier Fitness-Studios wurde fast konstant Musik bei 100 dB oder darüber gespielt. Bei bestimmten Trainingsstunden wurden sogar 115 dB erreicht.  Dies überschreitet die von der Arbeitsschutzbehörde erlassenen Richtlinien deutlich.

Diese Messungen bestätigten frühere Ergebnisse von Studien, die von der George Mason University in Virginia in den USA, durchgeführt wurden. Diese hatten ebenfalls belegt, dass die Geräuschbelastung während der Spinnings-Trainingsstunden in Fitness-Studios oft zwischen 100 und 110 dB liegen. Damit ist die Belastung 30 bis 40 Mal höher als die empfohlene Maximalbelastung.

Trainer sind am meisten gefährdet

Die hohen Geräuschpegel bedeuten besonders für die Trainer eine sehr hohe Gefahr für eine Schwerhörigkeit, denn die Trainer sind oft ganztägig in der sehr lauten Umgebung.  

"Oft witzeln wir sogar darüber, dass wir im Alter von 35 sicher alle taub sind" so Teri Bothwell, verantwortlich für Fitnessstunden bei „Sport & Health“, einer Kette von Fitness-Studios in Virginia, USA, gegenüber der Washington Post.

Durch eine einmalige Belastung entsteht bei keinem Teilnehmer oder Trainer eine Schwerhörigkeit. Jedoch bei anhaltender und wiederholender Belastung von über 90 dB kann es zu einer irreversiblen Schädigung der Sinnesshaarzellen in der Cochlea und damit zu einer Hörminderung kommen.  

"Wenn wir 99 dB regelmäßig eine Stunde lang ausgesetzt sind, besteht ein sehr hohes Risiko für eine Schwerhörigkeit. Ist das Hörvermögen einmal geschädigt, kann es nicht wiederhergestellt werden.“ So Dr. Leslie Stengert, Professorin von der Indiana University (American College of Sports Medicine), Pittsburgh, USA.

Quellen:www.pix11.com,www.healthyhearing.com undwww.washingtonpost.com

 

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