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06 März 2014

Gehörschutz - eine gute Investition

Zum "International Ear Care Day", am 3. März haben sich drei internationale Organisationen an die EU- Kommission gewendet und um Stellungnahme gebeten, welche politischen Initiativen auf EU-Ebene angestrebt werden, um ein systematisches Hör-Screening als Teil der medizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei Erwachsenen ab 55 Jahren in den Mitgliedstaaten durchzusetzen.

Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, begeht am 3. März den ”International Ear Care Day”.  Die WHO hat erkannt, dass es bei den Mitgliedstaaten einen Bedarf für Pläne und Programme zur Integration von Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen bei Schwerhörigkeit, als Teil der primären Gesundheitsvorsorge gibt.

16% der europäischen Bevölkerung, also 80 Millionen Menschen, sind schwerhörig. Mindestens 30 Millionen Fälle sind dabei unentdeckt.

Hörverlust durch Krankheiten verursacht
Eine Schwerhörigkeit an sich verursacht Kommunikationsschwierigkeiten, berufliche Herausforderungen und soziale Isolation. Darüberhinaus steht Schwerhörigkeit oft auch mit einer Reihe von anderen Krankheiten und Krankheitserscheinungen, wie Übergewicht in Verbindung. Extrem übergewichtige Frauen mit einem BMI von über 40 haben ein 25% höheres Risiko für Hörverlust.
Diabetiker sind doppelt so häufig betroffen. Und auch die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Schweregrad der Schwerhörigkeit.

Eine Studie zeigt, dass das Risiko, eine Depression auszubilden, bei Schwerhörigen durch den Einsatz von Hörgeräten um 50% reduziert werden kann.

Systematische Hörtests
Angesichts des erhöhten Risikos für schwerhörige Menschen bezüglich anderer Erkrankungen haben „The European Federation of the Hard of Hearing” (EFHOH), The European Association of Hearing Aid Professionals (AEA) und „The European Hearing Instrument Manufacturers Association ( EHIMA ) die EU- Kommission in einem gemeinsamen Schreiben um Auskunft gebeten, welche politischen Initiativen auf EU -Ebene angestrebt werden, um ein systematisches Hör-Screening als Teil der medizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei Erwachsenen ab 55 Jahren in den Mitgliedstaaten durchzusetzen.

Außerdem haben Schwerhörige aufgrund der mit Hörverlust in Verbindung stehenden Risiken für andere Erkrankungen besondere Ansprüche an eine gesamtheitliche Vorsorge.

Die drei Organisationen baten die EU-Kommission deshalb auch um Auskunft bezüglich der Fortschritte auf EU-Ebene zur Unterstützung der gesamtheitlichen Vorsorge. Besonders die Fortschritte und Resultate des Pilotprogramms ”Europäische Innovationspartnerschaft - Aktives und gesundes Altern” sind von Interesse. Diese Initiativen wären auch im Einklang mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Steigende Kosten
Ohne entsprechende Maßnahmen steigen die Kosten im Takt mit der Alterung der europäischen Bevölkerung.

Die Einführung systematischer Hörtests ab einem Alter von beispielsweise 55 Jahren, sowie die Förderung von gesamtheitlichen Programmen zur Hörgesundheit sind nicht nur eine gute Investition für die Regierungen und Krankenkassen, sondern auch für die 80 Millionen Europäer mit Hörverlust.

Download der Pressemitteilung als PDF (in Englisch)

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