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Hilfe für Tinnituspatienten

Veränderte Musik bringt Linderung von Tinnitussymptomen. Dies haben Forschungsergebnisse der westfälischen Wilhelms Universität, Münster ans Licht gebracht.

Hilfe für Tinnituspatienten

Wer würde es nicht mögen, wenn das Hören der eigenen Lieblingsmusik auch Linderung bei Tinnitus verschaffen könnte? Dies soll schon in Kürze möglich sein. Deutsche Forscher haben mit einer neuen Art von Musiktherapie exzellente Resultate erzielt.
Die Therapie bedient sich individuell zu geschneiderter Musik. Alle Geräusche, die in das Tinnitusspektrum des individuellen Patienten fallen, wurden entfernt.

Veränderte Musik oder normale Musik

39 Patienten mit Tinnitus nahmen an der Untersuchung teil. Einige hörten sich 12 Stunden wöchentlich die veränderte oder manipulierte Musik an und eine andere Gruppe hörte unveränderte Musik. Dieser Musikkonsum erstreckte sich über ein Jahr. Die Patienten, die die veränderte Musik anhörten, gaben eine deutliche Besserung des Tinnitus an, im Vergleich zu den Patienten, die die normale Musik hörten. Dies deutet darauf hin, dass durch das Herausfiltern der Tinnitusfrequenzen, die damit verbundene Gehirnaktivität herabgesetzt wird und eine Linderung des Leidens deutlich wird.
Untersuchungsleiter Christo Pantev (Wilhelms-Universität Münster, Westfalen) erklärt, dass dieser Untersuchungsansatz sich direkt an den Teil des Gehirns richtet, der für das Entstehen von Tinnitus verantwortlich ist.
„Die veränderte Musik ist ein eine angenehme, kostengünstige und effektive Möglichkeit zur Reduzierung der Tinnituslautstärke“ so Pantev.

Verbreitetes Leiden ohne Heilungsmethode

Weltweit leidet fast jeder Dritte an einer Form von Tinnitus, oft in solch einem Grad, dass es eine Behinderung im Alltag darstellt. Bisher wurde noch keine Heilungsmethode entdeckt, doch es wird mehr und mehr in dem Bereich geforscht. Die genauen Ursachen von Tinnitus sind weiterhin unbekannt, aber es wurde bewiesen, dass der Teil des Gehirns, der für die Geräuschverarbeitung zuständig ist, bei Tinnitus gestört ist.

Quelle:

news.bbc.co.uk

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