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28 Juni 2006

Hörscreening-Programm für gefährdete Neugeborene

Das chilenische Gesundheitsministerium hat ein Hörscreening-Programm zur Früherkennung von Schwerhörigkeit bei Kindern eingeführt.

Schätzungsweise eines aus 1.000 Kindern kommen mit schwerem Hörverlust zur Welt und ein weiteres Kind aus 1.000 kommt mit leichtem Hörverlust zur Welt.

Das bisherige Screening-Programm zielt nur auf gefährdete Neugeborene ab. Es umfasst Neugeborene mit einem Geburtsgewicht niedriger als 1.500 Gramm, Neugeborene, in deren Familie bereits mehrere Fälle von Taubheit oder Schwerhörigkeit aufgetreten sind, Neugeborene mit angeborenen Infektionen und Neugeborene mit anderen Risikofaktoren.

Kinder, die den Hörscreening-Test nicht bestehen, werden gründlich beobachtet und vor dem Alter von drei Monaten einem zweiten Test unterzogen. Wird die Diagnose Hörverlust bestätigt, werden sie mit Hörgeräten behandelt oder im Alter von sechs Monaten operiert.

Rund 50 Prozent aller Neugeborenen in Chile durchlaufen dieses Programm.

“Idealerweise wird dieses Programm in Zukunft auf alle Kinder ausgeweitet, so wie dies bereits in einigen Privatkrankenhäusern dieses Landes geschieht”, so Corina Farfan von der Universität Chile.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass hörgeschädigte Kinder durch eine angemessene und frühe Behandlung normale Sprachkapazität entwickeln.

Quelle: www.med.uchile.cl

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