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16 März 2009

Hörtests bei Neugeborenen fördert Sprachverständnis

Die ersten Langzeitergebnisse von Hörtests bei Neugeborenen liegen jetzt vor und zeichnen ein positives Bild. Hörtests sind besonders Vorteilhaft für die Sprachentwicklung schwerhöriger Kinder. Damit werden Ergebnisse früherer Forschungen nochmals bestätigt.

Hörtests bei Neugeborenen fördert Sprachverständnis

Hörtests sind unabdingbar für die Früherkennung von schwerhörigen Kindern. Je früher das Problem erkannt wird, je besser lassen sich die Bedingungen für das Kind in Bezug auf Sprachentwicklung und Bildungsweg gestalten. Auch die soziale sowie emotionale Entwicklung werden dadurch positiv beeinflusst.

Dieser Zusammenhang war schon immer Hauptargument der umfassenden Screeningsprogramme, die in verschiedenen Ländern seit den 90ern zugänglich gemacht wurden. Uruguay gehört zu den Ländern, die seit kurzem solch ein Angebot bereitstellen und Hörtests bei Neugeborenen ermöglichen. Die ersten Ergebnisse bezüglich der Langzeiteffekte dieser Programme sind nun zugänglich. Sie bestätigen, dass die umfassenden Programme den gewünschten Effekt auch wirklich erzielen.

Flandern: 85 Prozent in den normalen Schulen

In der belgischen Region Flandern wurden Neugeborene seit 1998 auf Schwerhörigkeit hin untersucht. Der Großteil der von 1998 bis 2003 diagnostizierten schwerhörigen Kinder, besucht nun eine normale Schule. Dies ergab eine kürzliche Untersuchung der Kinder in Bezug auf Sprachentwicklung und Bildungsweg.

85 Prozent der Kinder im Alter von fünfeinhalb Jahren oder älter, die keine weitere Behinderung neben der Schwerhörigkeit haben, besuchen eine normale Schule. Unter den Kindern, die mittels eines Cochlea Implantat behandelt wurden, sind es 79 Prozent.

Die Forscher hinter der Studie schlussfolgern, dass eine Frühuntersuchung und Diagnose von Schwerhörigkeit die Sprachfähigkeiten verbessern, sowie die schulischen Leistungen positiv beeinflussen.

USA: Untersuchung fördert Sprachentwicklung

In den Vereinigten Staaten wird die Frühuntersuchung seit 2001 vom US Preventive Services Task Force empfohlen. 2006 hatten 46 der 50 Staaten die Screeningsprogramme eingeführt.

Eine neue Studie, die auf wissenschaftlichen Artikeln, erschienen, seit 2002 beruht, bestätigt: Die Fähigkeit zu sprechen ist im Schulalter bei den Kindern besser, denen die Schwerhörigkeit früh diagnostiziert wurde.


Besonders das Sprachverständnis wird durch die frühe Diagnose und Behandlung von Schwerhörigkeit positiv beeinflusst. Die Kinder, die solch einen Hörtest als Baby hatten und demnach früh identifiziert wurden, haben im Alter von acht Jahren ein besseres Sprachverständnis, als ihre Altersgenossen, die erst später diagnostiziert wurden. Mit Hinblick auf die Sprachfähigkeit wurde kein Unterschied festgestellt.

Quellen: International Journal of Pediatric Otorhinolaryngology; Pediatrics;

www.infanthearing.org

Weiterlesen:
Hör-Screening von Babys

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