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19 Mai 2003

Hörverlust führt zu mehr Arztbesuchen

Ältere Leute mit Hörverlust setzen sich drei Mal so häufig wie ältere Leute ohne Hörverlust mit ihrem Arzt in Verbindung, so eine Studie aus dem Nordwesten der USA.

Das Ergebnis bleibt gleich, wenn man die Besuche, die direkt mit dem Hörverlust zu tun haben, davon ausnimmt. Die Studie wurde im "Journal of Aging and Health", 2001, vol. 13, angeführt.

Die Forscher wollten die direkten Auswirkungen von Hörverlust auf die Nutzung von Gesundheitsangeboten untersuchen, in dem sie sonstige Arztbesuche, verursacht durch chronische Krankheiten, Allergien, Asthma etc., ausschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, ambulante Behandlung in Anspruch zu nehmen, war drei Mal höher unter hörgeschädigten Patienten als unter sonstigen Gruppen.

Die Studie zeigte einen bedeutenden Zusammenhang zwischen Hörverlust und Depression.

Die Ergebnisse basieren auf einer statistischen Analyse der Patientenakten von 1436 zufällig ausgesuchten 65-Jährigen. Den Forschern wurde Zugang zu den Akten einer bekannten Gesundheitsorganisation in Oregon und Washington gewährt. Weil die HMO-Mitglieder (Mitglieder der Gesundheitsorganisation) niedrige Gebühren für alle angebotenen Dienste zahlen, wurden finanzielle Faktoren ausgeschlossen.

Die Beziehung von Hörverlust und Abnahme der Lebensqualität sowie physischer und psychischer Leistung ist ausführlich dokumentiert worden. Aber diese Studie ist eine der ersten, die beleuchtet, wie Hörverlust sich auf die Nutzung der Dienste des Gesundheitswesens auswirkt.

Quelle: Journal of Aging and Health, 2001, vol.13: 315-328

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