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03 November 2010

Hörverlust kann zu Arbeitslosigkeit und niedrigerem Einkommen führen

Hörgeräte können den Folgen einer Hörminderung, wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit und Einkommensverlust, entgegenwirken. Dies zeigt eine amerikanische Untersuchung.

Hörverlust kann zu Arbeitslosigkeit und niedrigerem Einkommen führen

Eine Schwerhörigkeit kann zu niedrigeren Löhnen und einer höheren Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, führen - zumindest bei denjenigen, die kein Hörgerät verwenden. Hörgeräteträger sind aber im Vergleich nicht öfter arbeitslos, als Menschen, mit voll funktionstüchtigem Gehör. Auch die Gehälter der Hörgeräteträger befinden sich fast auf gleichem Niveau, wie die Gehälter von Menschen ohne Schwerhörigkeit. Dies hat eine amerikanische Studie ans Licht gebracht. Die Ergebnisse zeigen außerdem auf, dass sich die Einnahmeverluste der Menschen mit Schwerhörigkeit in den USA auf 176 Milliarden Dollar belaufen.
Die in den USA durchgeführte MarkeTrak VIII Studie mit Teilnahme von 40.000 Haushalten, zeigt auf, dass Hörverlust in engem Zusammenhang mit dem Lohnniveau und den Arbeitslosigkeitszahlen steht.

Die Untersuchung brachte ans Licht, dass es einen Lohnunterschied von 14.100 Dollar zwischen Menschen mit mildem und schwerem Hörverlust gibt. Menschen mit unbehandelter Schwerhörigkeit erhalten jährlich circa 30.000 Dollar weniger, abhängig vom Grade des Hörverlusts.

Außerdem zeigte die Untersuchung auf, dass Hörgeräte diesen Unterschied bei leichter Schwerhörigkeit zu 90 bis 100 Prozent ausgleichen können. Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Schwerhörigkeit können diese Unterschiede mittels Hörsystem zu 65 bis 77 Prozent ausgleichen.

Einnahmen und Steuerverluste

Generell wir der Einnahmeverlust für Menschen mit Hörbeeinträchtigung auf 176 Milliarden Dollar geschätzt. Der Gesellschaft entgehen dadurch Steuereinnahmen in Höhe von 26 Milliarden Dollar.
Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Schwere der Hörminderung von Nichthörgeräteträgern und der Arbeitslosigkeit. Menschen mit schwerer Hörminderung ohne Hörgerät hatten eine Arbeitslosenrate von 15,6 Prozent. Dies entspricht einer Verdopplung im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt (7,8 Prozent). Auch im Vergleich zu Hörgeräteträgern (8,3 Prozent) stellt dies fast eine Verdopplung dar. Es wird angenommen, dass die Ausgaben der Gesellschaft, die dadurch entstehen, durchschnittlich ebenfalls doppelt so hoch liegen, im Vergleich zu den Haushalten mit normal Hörenden.

Es konnte kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Schwere der Schwerhörigkeit von Hörgeräteträgern und der Wahrscheinlichkeit für Arbeitslosigkeit festgestellt werden.

Quelle: The Hearing Journal, October 2010, Volume 63, Issue 10

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