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28 August 2014

Hörverlust kann zu Depressionen führen

Hörverlust steht mit Depression in Verbindung - vor allem bei Frauen und Menschen unter 70 Jahren. Das hat eine Studie ergeben.

Hörverlust kann zu Depressionen führen

Wenn die Hörfähigkeit abnimmt, kann es zu Depressionen kommen. Besonders Frauen und Menschen unter 70 Jahren sind einem höheren Risiko für Depressionen ausgesetzt. Das hat eine Studie aus den USA ergeben.

Schwerhörigkeit und Depressionen

Forscher analysierten von Daten von 18.000 Erwachsenen im Alter von über 18 Jahren, die an der US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey teilgenommen hatten. Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Depressionen.

Unter den Erwachsenen mit hervorragendem Gehör fühlten sich 5% depressiv. Diese Zahl erhöhte sich auf 7% bei Personen mit gutem Gehör, während bei Menschen mit schwerem Hörverlust die Zahl der Menschen mit Depressionen auf 11,4% stieg. Interessanterweise schienen die gehörlosen Teilnehmer der Studie fast immun gegen Depression. Unter ihnen gaben nur 0,06% an, depressiv zu sein.

Außerdem machte sich bemerkbar, dass Frauen im Durchschnitt wesentlich öfter angaben, zu Depressionen zu neigen (15%), im Vergleich zu den Männern (9%). 

Fehlende Kommunikation

James Firman, CEO des National Council on Ageing, USA, überraschen die Ergebnisse nicht.

"Menschen mit Hörminderung - vor allem diejenigen, die keine Hörgeräte verwenden - finden es schwierig, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Das gilt für familiäre Situationen, gesellschaftliche Veranstaltungen oder für die Arbeit."

Die Forscher empfehlen, dass bei Verdacht auf Schwerhörigkeit schnell gehandelt wird und raten allen Betroffenen dazu, den Hausarzt aufzusuchen und einen Hörtest durchführen zu lassen.

Über die Studie

Die Studie wurde von Forschern des National Institute on Deafness and Other Communication Disorders, USA durchgeführt und im JAMA Otolaryngology – Head & Neck Surgery veröffentlicht.

Quelle:consumer.healthday.com/

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