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Im Büro

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Büroangestellte, die an einem Hörverlust leiden, stoßen häufig auf Probleme bei der Erledigung typischer Büroarbeiten wie Telefongesprächen, Besprechungen und Diskussionen mit Kollegen.

Nachfolgend finden Sie Ratschläge, wie die Arbeit im Büro für Hörbehinderte und deren Kollegen erleichtert werden kann.

  • Der Raum muss gut ausgeleuchtet sein, wobei aber kein Mitarbeiter geblendet werden darf. Das Licht muss so einfallen, dass das Gesicht einer sprechenden Person durch den Hörbehinderten deutlich sichtbar ist. Große Fensterpartien, die den Bereich zwischen der hörbehinderten und der sprechenden Person stark aufhellen, sind zu vermeiden, da der Schwerhörige in diesem Fall das Gesicht der sprechenden Person nicht klar erkennen kann.
  • Die Anzahl der Geräuschquellen im Raum muss so niedrig wie möglich gehalten werden. Viele verschiedene Geräuschquellen verursachen Verwirrung und Irritation.
  • Hintergrundgeräusche, z.B. durch Radios, Gebläse und andere elektrische Geräte sind zu vermeiden. Diese Hintergrundgeräusche mögen für Personen mit normaler Hörfähigkeit bedeutungslos sein, Personen mit Hörgeräten empfinden diese Geräusche aber wesentlich lauter, wodurch ihr Sprachverständnis beeinträchtigt wird.
  • Die akustischen Eigenschaften des Raums sind von großer Bedeutung. Kahle, harte Oberflächen verursachen einen wesentlichen Rückhall, der das Hören erschwert. Die akustischen Eigenschaften können durch die Installation von speziellen gerippten oder gepolsterten Absorbern oder durch die Verwendung von Vorhängen und Teppichen verbessert werden. In Großraumbüros sind Trennwände äußerst effektiv.
  • Es kann ebenfalls hilfreich sein, den Rufton des eigenen Telefons zu ändern, falls dieser nur schwer von anderen Telefonen zu unterscheiden ist. Andere Möglichkeiten sind u.a. ein am Telefon installiertes Blinklicht oder ein Vibrator, der beim Anrufen des Telefons ausgelöst wird.
  • Falls es für den Hörgeschädigten schwierig ist, Gesprächen am Telefon zu folgen, kann das Telefon mit einem Verstärker oder einer Induktionsspule versehen werden. Computerbildschirme werden durch die Induktionsspule eventuell gestört, dieses Problem lässt sich aber durch die Verwendung von TFT- statt CRT-Bildschirmen (Cathode Ray Tube) lösen.
  • Das Versenden von E-Mails und Memos über das firmeninterne Intranet ist eine leichte Methode, um die Kommunikation für einen schwerhörigen Mitarbeiter zu erleichtern.
  • Die Türklingel kann mit einem Blinklicht oder einem kleinen Vibrator versehen werden, um der schwerhörigen Person anzuzeigen, dass sich jemand an der Tür befindet.

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