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Italien

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Organisation und Finanzierung
In Italien werden die Kosten für Hörschäden vom öffentlichen nationalen Gesundheitssystem getragen. Hörgeschädigte erhalten in Italien unter bestimmten Einschränkungen kostenlose Hörgeräte. Das öffentliche Gesundheitssystem verfügt über eine Zulassungsliste mit den verschiedenen zur Verfügung stehenden Hörgerätmodellen.

Entscheidet sich jemand für eine bestimmte Art oder ein bestimmtes Modell, das nicht auf der Liste steht, muss er für die entstehenden Zusatzkosten selbst aufkommen. Des weiteren benötigt der Patient die Genehmigung der örtlichen Krankenkasse, der "Unita saniataria locale", für ein alternatives Hörgerät, um auch weiterhin öffentlich bezuschusst zu werden.

Neben dem öffentlichen System gibt es in Italien ein komplexes System von Krankenkassen und Versicherungsdiensten, bei denen Patienten zusätzlich Mitglied werden können. Die Kosten der Mitgliedschaft trägt jeder selbst.

Testen und behandlung
Italiener, die glauben, einen Hörschaden zu haben, gehen zunächst zu ihrem Hausarzt. Dieser überweist sie dann zwecks weiterer Tests und Diagnose an einen Facharzt oder an die audiologische Abteilung eines Krankenhauses.

Das Hörgerät wird anschließend entweder von der örtlichen Krankenkasse ("Unita saniataria locale"), der audiologischen Abteilung des Krankenhauses oder direkt vom Labor oder dem Hörgeräteakustiker ausgestellt, der für das Anpassen des Hörgerätes zuständig ist.

Wartelisten
Laut Angaben des italienischen Gesundheitsministeriums gibt es keine Wartelisten. Dennoch sind Wartefristen nicht ganz auszuschließen.

Hörgerätarten
Bislang bewilligt das öffentliche Gesundheitssystem lediglich analoge Hinter-dem-Ohr- oder externe Hörgeräte. Wird bei einem Patienten ein beidseitiger Hörschaden diagnostiziert, trägt das öffentliche System generell die binaurale Versorgung.

Das italienische Gesundheitsministerium überarbeitet derzeitig die Zulassungsliste für die öffentliche und somit kostenlose Zuteilung von Hörgeräten. In der überarbeiteten Liste werden gegebenenfalls auch modernere Digitalgeräte aufgenommen.

Batterien und Wartung
Sämtliche Wartungsdienste an öffentlich ausgestellten Hörgeräten werden von den örtlichen Krankenkassen getragen.

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