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24 Mai 2012

Jeder fünfte Amerikaner hat Hörprobleme

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Schwerhörigkeit zu leiden, verdoppelt sich alle zehn Lebensjahre. Forscher meinen: Bei Schwerhörigkeit sind Hörsysteme die beste Behandlung.

Jeder fünfte Amerikaner hat Hörprobleme

30 Millionen Amerikaner, oder auch 13 Prozent der amerikanischen Bevölkerung, haben ein herabgesetztes Hörvermögen auf beiden Ohren. An einseitiger Schwerhörigkeit leiden 48 Millionen, also 20 Prozent der Amerikaner. Jeder fünfte Amerikaner, der 12 Jahre oder älter ist, hat eine Schwerhörigkeit, die die Kommunikationsfähigkeit beeinflusst. Das fanden Forscher von der Johns Hopkins Universität heraus.

Die Studie hat außerdem ergeben, dass sich die Wahrscheinlichkeit für Schwerhörigkeit alle zehn Lebensjahre verdoppelt. Unter den 40 bis 50 Jährigen leiden 2,8 Millionen Amerikaner an einer beidseitigen Schwerhörigkeit. Hörminderung in nur einem Ohr haben 5,6 Millionen. Bei den 70- bis 80-Jährigen haben 8,8 Millionen eine Hörminderung in beiden Ohren und 10,8 Millionen auf einer Seite.

„Die Studie gibt uns erstmals einen Einblick, wie ernst das Problem Schwerhörigkeit wirklich ist”, erklärt Frank Lin, Professor der HNO-Heilkunde und Epidemiologie von der Johns Hopkins Universität, Baltimore, USA.

Mehr als nur ein Hörproblem

“Schwerhörigkeit kann weitreichende Folgen haben. Sie kann zu Demenz oder sozialer Isolation führen. Daher ist es unabdingbar, die Reichweite des Problems zu kennen. Man braucht die Zahl, um die Bedeutung für die Bevölkerung zu verstehen”, so Lin weiter. 

“Für alle Erwachsenen kann eine Schwerhörigkeit zu Kommunikationsproblemen führen. Bei schlechtem Hörvermögen braucht das Gehirn mehr Ressourcen für das Hören, wodurch die Wahrnehmungsfähigkeit schwindet.”

Hilfe suchen

Laut Frank Lin besteht das schwerwiegendste Problem von Schwerhörigkeit in dessen Auffassung als eine unvermeidbare Alterserscheinung. Daher wird zu selten medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Schwerhörigkeit kommt meist schleichend und wird daher oft ignoriert, da sich die Betroffenen mit Voranschreiten der Erscheinung einfach an sie gewöhnen.

“Jeder, der vermutet, an herabgesetztem Hörvermögen zu leiden, oder von Familienmitgliedern immer wieder gesagt bekommt, dass er nicht zuhört, sollte einen Audiologen aufsuchen. Wird eine Schwerhörigkeit festgestellt, sollte diese auch umgehend behandelt werden. Hörgeräte stellen keinerlei Risiken dar”, erklärt der Fachmann.

Frauen und Afroamerikaner mehr geschützt

Frauen und Afroamerikaner gehörten laut der Studie zu der Gruppe mit geringerem Risiko für Schwerhörigkeit. Laut Frank Lin liegt die Erklärung in einer Gehör schützenden Funktion von Östrogenen und dem Farbstoff, der Hautzellen dunkel färbt.

In die Studie gingen Daten der National Health and Nutritional Examination Surveys aus den Jahren 2001 bis 2008 ein. Alle Teilnehmer von über zwölf Jahren, die in diesem Zeitraum eine Schwerhörigkeit konstatiert bekamen, wurden berücksichtigt. Die Studie ist damit für die amerikanische Bevölkerung repräsentativ.

Die Ergebnisse wurden im Archives of Internal Medicine im November 2011 veröffentlicht.

Quellen: www.businessweek.com und www.latimes.com

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