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31 August 2015

Jeder neunte Europäer gibt an, schwerhörig zu sein

Studien aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz zeigen, dass jede neunte Personen im Alter von über 18 Jahren glaubt, dass sie einen Hörverlust hat. Bei den über 65-Jährigen, hat mehr als jeder Fünfte einen Hörverlust.

Die Organisation EHIMA (European Hearing Instrument Manufacturers Association) hat 2015 eine Studie in mehreren europäischen Ländern durchgeführt, die sich mit der Verbreitung von Schwerhörigkeit und dem Einsatz von Hörgeräten beschäftigt. Die Studie zeigt, dass etwa jede neunte Personen im Alter von über 18 glaubt, eine Schwerhörigkeit zu haben.

Die Studie, die den Namen EuroTrak trägt, wurde im Jahr 2015 in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz durchgeführt. In jedem Land beteiligten sich  14.000-15.000 Menschen.

Die vier Länder

In Deutschland gaben 13,9% der über 18-jährigen Befragten an, dass sie einen Hörverlust haben. Im Jahr 2012 lag diese Zahl bei 14,3% und im Jahr 2009, waren es 15,1%.

In Großbritannien gaben 11,7% der Teilnehmer an, dass sie einen Hörverlust haben. 2012 waren es 10,7% und im Jahr 2009 lag die Zahl bei 11,5%.

In der französischen EuroTrak Studie 2015 gaben 11,4% an, sie hätten eine Schwerhörigkeit. 2012 und 2009 lagen die Zahlen jeweils bei 11,5% und 12,7%.

In der Schweiz gaben 2015 9,5% der Teilnehmer über 18 Jahr an, dass sie einen Hörverlust haben. 2012 waren es 10,5%.

Steigender Altersdurchschnitt lässt Anzahl der Schwerhörgen wachsen

Die Zahl der Menschen mit Schwerhörigkeit steigt mit zunehmendem Alter. Die Studie zeigt, dass etwa jeder Fünfte im Alter von 65 bis 74 Jahren glaubt, ein herabgesetztes Hörvermögen zu haben. Bei den über 74-Jährigen, ist es etwa jeder Dritte, der glaubt, schwerhörig zu sein.

Mehr ältere Menschen in Deutschland

Ursache dafür, dass die Anzahl der Schwerhörigen in Deutschland höher zu sein scheint als in anderen Ländern, lässt sich in der Bevölkerungszusammensetzung finden.  In Deutschland gibt es mehr ältere Menschen als in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz.

Würde man reelle Hörtests bei den Teilnehmern durchführen, würde sich nochmal ein anderes Bild zeigen. Es würde sich zeigen, dass nicht nur jeder Neunte betroffen ist. Erfahrungsgemäß liegt die reelle Zahl für Hörverlust höher als die selbst empfundene Schwerhörigkeit. Es ist also davon auszugehen, dass es sich in Wirklichkeit um jeden sechsten oder siebten Erwachsenen handelt, der ein herabgesetztes Hörvermögen hat.  

EHIMA hat die EuroTrak Studie in Zusammenarbeit mit der Schweizer Firma Anovum durchgeführt.

Quelle: European Hearing Instrument Manufacturers Association, www.ehima.com/documents/

 

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