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30 März 2017

Koffein kann lärmbedingte Schwerhörigkeit verstärken

Eine Studie hat ergeben, dass Koffein die Fähigkeit des Körpers, sich von vorübergehender lärmbedingter Schwerhörigkeit zu erholen, einschränkt.

Koffein kann lärmbedingte Schwerhörigkeit verstärken

Forscher des Forschungsinstituts des McGill University Health Center, Kanada haben herausgefunden, dass Koffein die Fähigkeit des Körpers, sich von vorübergehender Schwerhörigkeit nach hohen Lautstärken zu erholen, erheblich einschränkt. Darüber hinaus stellte die Studie fest, dass Koffein zu dauerhaften Schäden beiträgt, die ursprünglich reversibel waren.

„Wenn das Ohr lauten Geräuschen ausgesetzt ist, kann es zu einer vorübergehenden Schwerhörigkeit kommen, die auch als temporäre Hörschwellenverschiebung bezeichnet wird. Diese Störung ist in der Regel in den ersten 72 Stunden nach der Lärmbelastung reversibel. Bleiben die Symptome bestehen wird der Schaden jedoch dauerhaft", so Dr. Faisal Zawawi, HNO-Arzt am McGill University Health Center, Kanada.

Längere Erholungszeit

Die Studie wurde als 15-tägiges Experiment an 24 Meerschweinchen, aufgeteilt in 3 Gruppen, durchgeführt. Die Tiere der ersten Gruppe waren Koffein ausgesetzt. Die Meerschweinchen aus der 2. Gruppe waren eine Stunde lang Lärm ausgesetzt, der der Belastung bei einem Rockkonzert (110 dB) entspricht. Die Tiere der 3. Gruppe waren im Rahmen der Studie sowohl Koffein als auch Lärm ausgesetzt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Meerschweinchen der 3. Gruppe, die Koffein und Lärm ausgesetzt waren, eine viel langsame Erholung von der lärmbedingten Schwerhörigkeit hatten, als die Tiere, die nur Lärm ausgesetzt waren. Neben der viel längeren Erholungszeit hatten die Meerschweinchen der 3. Gruppe auch nach dem 15. Tag noch einen Hörverlust.

Die Forscher wollen die Studie auf Menschen ausweiten, um den Zusammenhang zwischen Koffein und temporärer, lärmbedingter Schwerhörigkeit auch in Bezug auf das menschliche Gehör zu beleuchten.

Die Studie wurde im Journal der American Medical Association veröffentlicht.

Quelle:www.scienceworldreport.com

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