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22 Februar 2012

Lärm beeinflusst Tierverhalten

Nicht nur Menschen werden von Lärm beeinflusst. Der vom Mensch verursachte Lärm hat auch Einfluss auf die Tierwelt.

Lärm beeinflusst Tierverhalten

Das Gehör der Tiere hat sich im Laufe der Entwicklung an die Geräusche der Umgebung angepasst, sodass Tiere wichtige von unwichtigen Geräuschen unterscheiden können. Doch der, vom Mensch verursachte, Lärm hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen und das hat für viele Tiere Konsequenzen. Besonders im Meer lebende Tiere sind betroffen, da deren Kommunikation untereinander durch den Lärm von Bohrinseln, Schiffen und Seismografen gestört wird.

Der Gesang der Wale

Unersuchungen haben gezeigt, dass Glattwale deutlich lautere Geräusche in lauter Umgebung
ausstoßen. Blauwale hingegen wiederholen ihre Rufe deutlich öfter während seismografischer
Untersuchungen. Das Singen der Wale dient der Kommunikation untereinander. Dadurch wurde eine lärmverursachte Verhaltensänderung bei diesen Tieren nachgewiesen.

Darüber hinaus gelang es Forschern, Hörverlust bei Delfinen nachzuweisen, denen mit hoher Wahrscheinlichkeit der, vom Mensch verursachte, Lärm zugrunde liegt. Diese Art von Hörverlust konnte bei der Hälfte der in Amerika gestrandeten Delfine nachgewiesen werden.

Das Zwitschern der Vögel

Auch bei Vögeln konnte ein Zusammenhang zwischen vom Menschen erzeugten Lärm und dem Zwitschern festgestellt werden. Hörverlust jedoch konnte bei Vögeln nicht nachgewiesen werden.

Rotkehlchen zum Beispiel singen in Gebieten mit hoher Lärmbelastung tagsüber, vorzugsweise nachts. Aber auch andere Vogelarten verändern ihren Gesang in Abhängigkeit von der Lärmbelastung.

Lärm zieht Aufmerksamkeit an

In einer Versuchsreihe konnten Forscher nachweisen, dass Buchfinken bei Lärm von der
Futtersuche abgehalten werden, da sie ständig auf Ausschau nach Feinden sind. Daraus
schlussfolgern die Wissenschaftler, dass die Futtersuche für Finken in lauter Umgebung wesentlich erschwert ist.

Quelle:videnskab.dk

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