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13 April 2004

Lärm ist eine ernste Bedrohung für die Hörfähigkeit von Kindern

Das Ergebnis einer umfassenden Gesundheitsstudie in den USA zeigt, dass dort eins von acht US-amerikanischen Kindern an Hörverlust leidet.

Den Betroffenen fällt es schwer, Töne in hohen Frequenzen auf dem einen oder auf beiden Ohren aufzufangen, wobei anhaltende Lärmbelastung durch laute Musik die Probleme noch verstärken. Die Ergebnisse, bei denen Lärm als ernstes Gesundheitsrisiko für Kinder festgestellt wurde, sind im Journal "Pediatrics", Juli 2001, veröffentlicht worden.

Kinder werden bedeutenden Mengen schädlichen Lärms ausgesetzt und ihr Gehör ist besonders verletzbar. Die Schlussfolgerungen basieren auf der dritten landesweiten Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung der USA " The Third National Health and Nutrition Examination Survey", die von 1988 bis 1994 durchgeführt wurde. Bei einer breiten Auswahl von 5249 Kindern im Alter von 6 bis 19 Jahren aus ganz USA wurde die Hörfähigkeit und auch die allgemeine Gesundheit untersucht.

Bei 12, 5 Prozent der Kinder wurde Hörverlust festgestellt. Das setzt sich in rund 5,2 Millionen Kinder der gesamten US-Bevölkerung um. Die älteren Kinder der Studie litten häufiger an verminderter Hörfähigkeit als die jüngeren Kinder. Mehr Jungs als Mädchen litten unter Hörverlust. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Jungs sich häufiger mit lärmreichen Spielen oder Aktivitäten beschäftigen als Mädchen.

Einige der Hördefizite lassen sich durch genetische Ursachen oder Krankheiten erklären, doch die für die Studie verantwortlichen Forscher sehen keinen Grund daran zu zweifeln, dass die primäre Ursache für den weit verbreiteten Hörverlust Lärm ist. Die Studie gibt keinen Aufschluss über die häufigsten Lärmquellen im Zusammenhang mit Hörverlust bei Kindern, doch Spielzeuge, Flugzeuge, Pistolen, Böller, Stereoanlagen, Disc-Men und elektrische Geräte sind Beispiele für alltägliche Lärmquellen, denen Kinder ausgesetzt sind und die oftmals die maximal erlaubte Schallbegrenzung auf den Arbeitsplätzen von Erwachsenen übertreffen.

Quelle: Pediatrics, Bd.108, Nr.1, Juli 2001: 40-43

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