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Lärm und Abgase schädigen Gehör

Lärm schädigt die Ohren und kann schwerhörig machen. Eine Mischung aus lauter Musik und Kohlenmonoxid von Schornsteinen und Autoabgasen ist jedoch ein noch potenterer Cocktail, der das Risiko von späterem Hörverlust mit sich bringt.

Lärm und Abgase schädigen Gehör

Schweißer, Feuerwehrmänner, Automechaniker, LKW-Fahrer, Gabelstaplerfahrer und Bergarbeiter sind, laut einer kanadischen Studie an 8.600 Arbeitern, am meisten gefährdet.

Basierend auf Daten des nationalen Instituts für Sicherheits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz verglichen die Wissenschaftler das Gehör von Arbeitern, die während eines Zeitraums von 8 Stunden Lärmpegeln niedriger als 90 dB ausgesetzt waren mit einer anderen Gruppe Arbeiter, die in dem gleichen Zeitraum Lärmpegeln von mehr als 90 dB ausgesetzt waren. In beiden Gruppen waren einige Arbeiter außerdem von Kohlenmonoxid umgeben.

Die Wissenschaftler der Université de Montréal zeigten auf, dass Arbeiter, die Kohlenmonoxid und Lärmpegeln von über 90 Dezibeln ausgesetzt sind, im Hochfrequenzbereich wesentlich niedrigere Hörschwellen verzeichneten (von 3 bis 6 kiloHertz).

Geringerer Sauerstoffgehalt im Blut

Die schädigenden Auswirkungen von Kohlenmonoxid zeigten sich allerdings erst nach vielen Jahren Arbeit in lautem Umfeld.

”In unserer Studie sahen wir, dass es mindestens 15 Jahre dauerte, bis sich eine Zunahme von Hörverlust zeigte. Der Effekt steigert sich entsprechend der Anzahl von Jahren der Belastung,” so Adriana Lacerda, Teil der wissenschaftlichen Gruppe, zu dem Internetportalcanada.com News.

Eine der vielen Hypothesen bezüglich des Phänomens laute, dass die durch Kohlenmonoxid verursachte Sauerstoffreduzierung im Blut die Zerstörung der Sinneszellen im Innenohr beschleunige, so Lacerda.

“Ausgehend von den Ergebnissen empfehlen wir, dass die Risiken regelmäßiger Belastung durch Kohlenmonoxid bei einer Beurteilung des Risikos, lärmbedingte Schwerhörigkeit zu entwickeln, berücksichtigt werden sollte,” äußerte Lacerda in einer Pressemitteilung der Universität.

Quellen: Université de Montréal, Pressemitteilung, Mai 16, 2005

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