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15 Januar 2014

Lärmbedingter Hörverlust könnte umkehrbar sein

Forscher vermuten, dass sich Sinneshaarzellen im Innenohr doch regenerieren können, und damit lärmbedingte Schwerhörigkeit umkehrbar ist, wenn die Behandlung zeitnah eingeleitet wird.

Lärmbedingter Hörverlust könnte umkehrbar sein

Laute Geräusche können die Cochlea schädigen und zu lärmbedingter Schwerhörigkeit (NIHL) führen. Frühere Studien deuteten darauf hin, dass NIHL nicht umgekehrt werden kann, wenn die extrem empfindliche Struktur der Sinneshaarzellen einmal beschädigt ist.

Jedoch könnten die lärmbedingten Schäden an den Sinneshaarzellen, laut einer Studie von Forschern der Stanford University of Medicine, nun doch umkehrbar sein.

Die Forschungsergebnisse können große Bedeutung für die  Entwicklung von Medikamenten und chirurgischen Techniken haben, falls sich bestätigt, dass man den bleibenden Schäden am Ohr entgegenwirken kann, wenn die Behandlung zeitgleich angesetzt wird.

Gute Nachrichten für Soldaten und Zivilisten

Gehörschäden sind unter Veteranen und Zivilisten in Kriegsgebieten weit verbreitet. Der Lärm, der von einer explodierenden Bombe ausgeht, kann das Gehör schädigen.

Mehr als 60% der verwundeten Veteranen haben auch Gehörprobleme, wie geplatztes Trommelfell, Tinnitus und Schwerhörigkeit. Auch Zivilisten leiden oft an Gehörverlust, wenn sie eine Bombenexplosion erlebt haben.

Die Forschungsergebnisse können daher sowohl für Militärpersonal als auch Zivilisten in Kriegsgebieten besondere Bedeutung haben.

Zellregeneration

Mit bestimmten Medikamenten könnte der Schaden im Ohr beschränkt und Gehörverlust reduziert werden, wenn sie zeitnah eingenommen werden.

Die Forschungsergebnisse stellen daher einen erheblichen Fortschritt hinsichtlich der Behandlung von Hörverlust dar. Zunächst jedoch sind weitere Studien nötig. Die Forscher hoffen Studien am Menschen innerhalb der kommenden 10 Jahre durchführen zu können.

Das erklärte Ziel ist es, einen Regenerationsprozess bei geschädigten Sinneshaarzellen zu ermöglichen. Laut den Forschern sind die Grundsteine hierfür gelegt.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift " Plos One" von John Oghalai und seine Gruppe von Forschern der Stanford University School of Medicine.

Quelle:

www.stanforddaily.com

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