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09 Mai 2006

Lärmschutz-System erhält Bundespreis

18-Jähriger Schongauer erfindet ausgeklügelten Schutz vor Maschinenlärm und gewinnt mit seiner Erfindung den „Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk" auf internationaler Messe.

Das Lärmschutz-System könnte in vielen Betrieben für ein gesünderes Arbeitsklima sorgen. Denn trotz Lärmschutzregelungen versäumen es viele Arbeiter, sich gegen Lärm, z.B. von Maschinen, zu schützen. Das Ergebnis: In Deutschland erkranken jährlich rund 7.000 Arbeiter berufsbedingt an Hörverlust.

Johannes Hartmann, ein gerade mal 18-jähriger technikinteressierter Schüler aus Schongau, hat daher ein System erfunden, das er „WWPS-Wireless Work Protection System“ nennt und für das er auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München einen von zwölf „Bundespreisen für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk“ bekam. Das Preisgeld von 5.000 Euro hat er dazu benutzt, um seine ohrenfreundliche Erfindung erfolgreich zum Patent anzumelden.

„Das System sorgt dafür, dass Arbeiter die Maschinen nur dann einschalten können, wenn sie einen Gehörschutz tragen“, erklärt Johannes. Sensoren, die an der Maschine angebracht werden, überprüfen, ob der Lärmschutz getragen wird. Nur wenn der Schutz getragen wird, lässt sich die Maschine einschalten. Außerdem befindet sich an dem Gehörschutz ein Not-Abschaltknopf, der über Funk läuft und mit dem die Maschine umgehend abgeschaltet werden kann. Das bedeutet, dass der Arbeiter die Maschine bei Gefahr sofort stoppen kann, ohne vorher mühsam den Abschaltknopf an der Maschine suchen zu müssen.

Der Preis für das System liegt bei 60 Euro. Die zentrale Steuerungseinheit für bis zu dreißig Mitarbeiter beläuft sich auf etwa 900 Euro.

Die Idee für das System kam ihm, als er während mehrerer Praktika immer wieder beobachtete, „dass Lärmschutz in vielen Betrieben nicht ernst genommen wird“, so Johannes.

Quelle: Schongauer Nachrichten

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