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06 August 2010

Männer oft am Arbeitsplatz gefährdet

Eine norwegische Untersuchung hat gezeigt, dass Männer mehr gefährdet sind, eine Schwerhörigkeit zu erleiden und das dies in Verbindung mit den Arbeitsplätzen steht. Die Untersuchungsergebnisse helfen, Hörverlust in den Risikoberufsgruppen entgegen zu wirken.

Männer oft am Arbeitsplatz gefährdet

Die Art der Arbeit beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, an Schwerhörigkeit zu leiden. Dies Gehört zu den Ergebnissen einer Untersuchung aus Norwegen, durchgeführt vom nationalen Gesundheitsinstitut. Dabei wurde der Hörsinn von 50.000 norwegischen Bauhandwerkern, Fabrikarbeitern, Holzarbeitern und Mechanikern unter die Lupe genommen.

„Viele sind wegen des Lärms am Arbeitsplatz schwerhörig. Wir konnten beweisen, dass die Schwerhörigkeit auf den Lärm am Arbeitsplatz zurückgeht, indem wir die die selbst angegebene Lärmbelastung analysiert haben. Arbeitsbedingte Faktoren so wie Vibrationen, Säuren und Krankentage haben auch einen Einfluss“, erklärt Bo Engdahl, Leiter des nationalen Gesundheitsinstituts Norwegen.

Faktoren, die nicht mit der Arbeit in Verbindung stehen, so wie Freizeitlärm und Ohrenentzündungen, konnten das hohe Auftreten von Schwerhörigkeit in diesen Berufsgruppen nicht erklären. Allerdings zeigt die Studie auf, dass Faktoren wie Ausbildungsgrad und Einkommen eine Rolle beim Aufkommen von Verletzungen am Arbeitsplatz spielen. Das wiederum zeigt, dass ein Teil der Verletzungen ein Ergebnis sozialer Ungleichheit sind.

Resultate dienen der Vorbeugung

Die Risikogruppen hatten durchschnittlich Hörverlust von 10 Dezibel mehr, als andere Menschen in gleichem Alter und doppelt so viele Vorfälle von Schwerhörigkeit. Hinzu kommen die Fälle von altersbedingtem Hörverlust.

„Die Konsequenzen für den Einzelnen können sich in Kommunikations- und Verständnisschwierigkeiten zeigen. Besonders bei Hintergrundlärm und schlechter Akustik ist es schwer Radio, Fernsehen und Warngeräusche wahrzunehmen“, so Bo Engdahl.

Die Hörschäden waren besonders unter den älteren Arbeitern verbreitet. Dies geht auf die Dauer der Lärmbelastung zurück oder ist ein Zeichen dafür, dass die Belastung am Arbeitsplatz in den heutigen Tagen bereits abgenommen hat und dass viele Arbeiter nun ihr Gehör schützen.

Bei Frauen hingegen konnten die Forscher nur selten eine Hörminderung feststellen. Dies hängt damit zusammen, dass die Berufe, die zur Risikogruppe für Schwerhörigkeit gehören, meist von Männern ausgeübt werden.

„Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen auf, in welchen Berufsfeldern das größte Risiko für Schwerhörigkeit ist und in welchen Bereichen weitere Untersuchungen mit Hinblick auf die Vorbeugungsmaßnahmen durchgeführt werden sollten“, so Engdahl

Quelle: Engdahl B, Tambs K. Type of occupation and the risk of hearing loss. Results from the Nord-Trøndelag Hearing Loss Study. Scand J of Work, Environment & Health (Published online in advance of print 2009)

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