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01 Oktober 2010

Medikamente können den Hörsinn schädigen

Gewisse Arten von Schmerzmitteln, Medikamente, die in der Chemotherapie angewendet werden und Mittel gegen Potenzstörungen können eine Schwerhörigkeit verursachen.

Eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen haben gezeigt, dass Hörverlust eine Nebenwirkung bei verschiedenen Medikamenten ist.

Schmerzmittel

Schmerzstillende Mittel wie Aspirin, Paracetamol und Codein können zu Schwerhörigkeit führen. Eine Untersuchung, durchgeführt von der Harvard-Universität, brachte ans Licht, dass Hörverlust eine Nebenwirkung von leicht zugänglichen Schmerzmitteln sein kann. Besonders junge Männer sind in der Risikozone. Die Studie zeigt außerdem, dass das Risiko für jüngere Männer größer ist.

Auch die Einnahme von Codein kann zu Schwerhörigkeit führen. Codein gehört zu den meist verbreiteten Wirkstoffen in Schmerzmitteln, die bei schlimmen Erkältungen, Durchfall, Reizdarm und anderen Erkrankungen zum Einsatz kommen. Eine Untersuchung, durchgeführt von australischen Wissenschaftlern, zeigt auf, dass eine regelmäßige Einnahme von Codein das Risiko für teilweisen oder völligen Hörverlust steigert. In Anbetracht, wie viele Menschen weltweit Codein einnehmen, stellt dies eine potenzielle Gefahr für viele dar.

Chemotherapie

Auch eine Chemotherapie kann zu Hörverlust führen. Das bei Chemotherapie zum Einsatz kommende Medikament Cisplantin kann ebenfalls Hörverlust verursachen. Die Sinneshaarzellen der Cochlea werden geschädigt. Diese Zellen sind bei der Weiterleitung von Geräuschen unabdingbar. Der Verlust des Hörvermögens in den hohen Frequenzen ist daher eine oft gesehene Nebenwirkung von Cisplantin. Eine andere Studie hat außerdem ans Licht gebracht, dass eine Chemotherapie bei Hodenkrebs zu permanentem Hörverlust und Langzeittinnitus führen kann.

Medikamente gegen Erektionsstörungen

Außerdem setzen Menschen, die potenzsteigernde Medikamente wie Viagra einnehmen, ihren Hörsinn aufs Spiel. Eine Untersuchung aus den USA zeigt den Zusammenhang zwischen Hörverlust und dem, bei Erektionsstörungen zum Einsatz kommenden, Medikament, Viagra auf.

Laut der Untersuchung war das Vorkommen von Schwerhörigkeit bei der Einnahme von Sildenafil (Viagra) größer, als bei der Einnahme von Tadalafil (Cialis) oder Vardenafil (Levitra). Die Untersuchung zeigte eine erhöhte, dennoch nicht bezeichnende Steigerung von Hörverlust bei Einnahme von Tadalafil und Vardenafil.

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