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09 Dezember 2010

Mehr als die Hälfte mit chronischer Nierenerkrankung ist schwerhörig

Mehr als 30 Prozent der Patienten mit chronischer Nierenerkrankung leiden sogar an einer schweren Schwerhörigkeit.

Mehr als die Hälfte mit chronischer Nierenerkrankung ist schwerhörig

Menschen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) haben eine größere Wahrscheinlichkeit, an Hörverlust zu leiden, als gesunde Menschen in gleichem Alter. Diese Ergebnisse beschrieben Forscher in einem Artikel im American Journal of Kidney Disease.

Forscher der Universitäten Sidney, Melbourne und Macquarie in Australien untersuchten die Patientenakten von 2.564 Patienten im Alter von über 50 Jahren. 513 litten an CKD .

Mehr als 55 Prozent der CKD-Patienten hatten Hörverlust in unterschiedlichem Grade. Unter den Teilnehmern ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion hatten weniger als 30 Prozent Hörverlust. Außerdem war der Grad der Schwerhörigkeit bei den CKD-Patienten in 30 Prozent der Fälle von schwerem Ausmaß im Vergleich zu 10 Prozent unter den anderen Untersuchungsteilnehmern.

Die Daten wurden von anderen Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Lärmbelastung und Diabetes bereinigt.

Mögliche Erklärung

Autor der Studie Professor David Harris, Dekan der Sydney Medical School - Westmead, Universität Sydney erklärt den Zusammenhang folgendermaßen: „Die Verbindung zwischen Schwerhörigkeit und CKD kann mit Gleichheiten und Funktionsweise des Gewebes der Nieren und des Innenohres erklärt werden. Außerdem können Giftstoffe, die sich in den Nieren anlagern, auch die Nerven im Innenohr schädigen. Darüber hinaus haben beide Erscheinungen gleiche Risikofaktoren, so wie Diabetes, Bluthochdruck und fortgeschrittenes Alter.

Was ist eine chronische Nierenerkrankung?

Eine chronische Nierenerkrankung ist der langsam fortschreitende Verlust der Nierenfunktion. Über Jahre hinweg verschlechtert sich die Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen. Viele sind sich der Erkrankung nicht bewusst, bis die Nierenfunktion auf 25 Prozent herabgesunken ist. Hauptursachen für CKD sind Diabetes und Bluthochdruck.

Quelle: www.medicalnewstoday.com

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