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08 April 2011

Mehr jugendliche Mädchen mit Hörverlust

Neueste Forschung zeigt auf, dass Schwerhörigkeit jetzt auch bei Mädchen fast so verbreitet ist, wie bei Jungen.

Mehr jugendliche Mädchen mit Hörverlust

Bis jetzt waren jugendliche Jungs einer größeren Gefahr für Schwerhörigkeit ausgesetzt, da sie oft viel Lärm (Musik, Arbeitsmaschinen, Schusswaffen, Laubsägen) ausgesetzt waren. Aber die Mädchen holen jetzt auf. Forscher vermuten, dass der Gebrauch von MP3-Playern die Ursache ist.

Forschungsergebnisse, die im Magazin Pediatrics veröffentlicht wurden, zeigt auf, dass Mädchen, die im Bezug auf die Wahrscheinlichkeit für Hörverlust bisher weit hinter den Jungen lagen, jetzt aufholen.

Eine Untersuchung der Harvard's School of Public Health zeigt, dass 17 Prozent, oder jeder sechste Teenager, unabhängig vom Geschlecht an einer Schwerhörigkeit leidet. Diese tritt oft in den mittleren bis hohen Frequenzen auf, was es den Betroffenen erschwert, Sprache und hohe Töne zu verstehen.

Mehr Gebrauch von Musikabspielgeräten
Die Forscher unter Elisabeth Henderson, Harvard, glauben, dass die Zunahme von Schwerhörigkeit bei Mädchen an dem zunehmenden Gebrauch tragbarer Musikabspielgeräte, wie MP3-Player und iPods, liegt. Untersuchungen haben ergeben, dass die Anzahl der Teenager, die täglich Musik via Kopfhörer hören, von 20 Prozent, Ende der 80er und Anfang der 90er, auf 35 Prozent in den vergangenen Jahren, angestiegen ist.

Um die Auswirkung dieses erhöhten Musikkonsums untersuchen zu können, haben Henderson und ihre Kollegen, die Ergebnisse von 2.519 Teenagern und deren Hörtests aus den Jahren 1988 bis 1994 mit den Daten von 1.791 Teenagern aus den Jahren 2009 und 2006 verglichen.

Drei Arten von Schwerhörigkeit
Die Forscher haben drei Arten von Schwerhörigkeit näher untersucht: Hörverlust in den niedrigen Frequenzen, bei denen die Betroffenen Probleme haben tiefe Töne (Teile der menschlichen Sprache) zu verstehen, Hörverlust in den hohen Frequenzen, welches es den Betroffenen erschwert hohe Töne wie das Piepen einer Mikrowelle zu hören, und NITS´s bei dem die Betroffenen Schwierigkeiten haben, Geräusche in den mittleren Frequenzen zu hören.

Die Forscher fanden heraus, dass alle drei Arten gleichermaßen bei den Jugendlichen auftraten wie schon in den Jahren zuvor. Jedoch hatte die Häufigkeit bei den Mädchen für eine Schwerhörigkeit in den mittleren Frequenzen zugenommen. Das Vorkommen von NITSs stieg von 12 auf 17 Prozent.

Quellen:www.reuters.com ,www.aolhealth.com undwww.ncbi.nlm.nih.gov

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