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10 September 2010

Mehr Jugendliche schwerhörig

Fast jeder fünfte Teenager in den USA leidet an Schwerhörigkeit. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu einer 12 Jahre alten Studie. Ursache für das erhöhte Auftreten von Hörminderung ist der häufige Gebrauch von MP3-Playern und iPods.

Mehr Jugendliche schwerhörig

Jeder fünfte Teenager, also fast 6,5 Millionen Heranwachsende, leidet an einer Schwerhörigkeit. Dies ist eine Steigerung von 30 Prozent im Vergleich zu einer Studie von vor 12 Jahren. Unter den jungen Männern ist das Risiko für Schwerhörigkeit größer, als unter den jungen Frauen. Außerdem hat die Untersuchung ergeben, dass Jugendliche aus Familien mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze ebenfalls eine höhere Wahrscheinlichkeit haben schwerhörig zu sein.

„Uns überrascht der große Unterschied zwischen den Daten, die wir vor 12 Jahren gesammelt haben, und den neuen Daten“, so Untersuchungsleiter Josef Shargorodsky vom Brigham and Women's Hospital in Boston.

„Es hat sich ein Anstieg um 30 Prozent herausgestellt, was das Auftreten von Schwerhörigkeit generell anbelangt. Das Risiko für eine leichte Schwerhörigkeit hat sich sogar um 50 Prozent erhöht“, erklärt er weiter.

Nachdem die Forscher die Ergebnisse beider Studien verglichen hatten, konnten sie ebenfalls feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit von Hörverlust von über 25 Dezibel von 3,5 Prozent auf 5,3 Prozent gestiegen ist. Menschen mit Hörverlust von über 25 Dezibel könnten vom Tragen eines Hörgeräts profitieren.

Die iPod-Generation

Die Studie gibt keinen genauen Einblick in die Ursachen der Schwerhörigkeit. Dennoch unterstreichen die Forscher, dass das Hören von Musik mittels Kopfhörer - besonders der sogenannten Ear Buds - sehr schädliche Folgen für den Hörsinn haben kann.

„Wer Musik mit extrem hoher Lautstärke hört, riskiert damit die Sinneshaarzellen des Innenohrs zu schädigen. Dies führt zu irreversiblem Hörverlust“, so Margaret Cheesman, Wissenschaftlerin und Professorin vom National Centre for Audiology an der University of Western Ontario.

„Wer einmal an einer Schwerhörigkeit leidet, läuft auch Gefahr, dass diese im Laufe der Zeit zunimmt“, erklärt William Slattery, Professor am Department of Otolaryngology an der University of Southern California in Los Angeles.

Insgesamt wurde das Hörvermögen von über 4.600 Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren im Rahmen der Untersuchungen unter die Lupe genommen. Die erste Untersuchung stammt aus den Jahren 1988 bis 1994. Sie hatte ergeben, dass 15 Prozent der Jugendlichen aus den USA an einer Schwerhörigkeit leiden. Die zweite Untersuchung aus den Jahren 2005 und 2006 hatte eine Wahrscheinlichkeit von Hörverlust von 19,5 Prozent ergeben. Das ergibt eine Steigerung des Vorkommens von Hörverlust von 31 Prozent. Die Untersuchung wurde im Journal of the American Medical Association im August 2010 veröffentlicht.

Quellen: www.bloomberg.com und www.afp.com

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