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19 Juli 2006

Offenes Ohr für Schwerhörige

Jeder fünfte Österreicher ist von Hörschäden betroffen. Ein Projekt hilft Betroffenen, sich trotz der Beeinträchtigung zurechtzufinden.

„Von Ohr zu Ohr - Der Weg zum Besseren Hören“ ist der Titel eines Projektes, das seit zwei Jahren Hörtests in österreichischen Firmen durchführt. Das Ergebnis: 19 Prozent der Berufstätigen sind schwerhörig.

„Hörbeeinträchtigungen werden total unterschätzt. Viele betroffene Menschen überspielen diese Probleme oder lernen, mit ihrer Schwerhörigkeit zu leben - sie sagen lange nichts, weil sie sich wahnsinnig schämen und weil´s schon irgendwie geht“, so Johann Marckhgott vom Österreichischen Schwerhörigenbund.

Unterstützung und Beratung

Die „Von Ohr zu Ohr“-Mitarbeiter bestehen aus Angehörigen, Betroffenen und Fachleuten, die eine Anlaufstelle für Menschen mit Hörproblemen sind.

In einem Erstgespräch werden die besonderen Bedürfnisse des Hörgeschädigten abgeklärt, technische Hilfsmittel erläutert und der weitere Weg besprochen, auf Wunsch auch anonym.

Das „Von Ohr zu Ohr“-Team erarbeitet Möglichkeiten zur Verbesserung der Hörsituation zu Hause und am Arbeitsplatz. Das Projektteam führt auch Beratungen direkt in der Firma durch.

„Gerade im Berufsleben ist geistige und körperliche Fitness das Um und Auf“, sagt Projektkoordinatorin Birgit Laux-Flajs, die selber hörgeschädigt ist.

Entscheidet sich eine Firma für eine hörgeschädigten-gerechte Umrüstung des Arbeitsplatzes, werden die Kosten zu 100 Prozent von Bundesgeldern und Mitteln des Europäischen Sozialfonds gedeckt.

Das österreichische Projekt besteht seit 2003 und wird vom Bundessozialamt, Landesstelle Oberösterreich gefördert

Quelle: OÖNachrichten, 15.03.2006

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