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Otosklerose

Otosklerose ist eine der häufigsten Ursachen für progredienten Hörverlust bei jungen Erwachsenen.

Otosklerose

Was ist Otosklerose?

Otosklerose kann durch eine Knochenfehlbildung im Ohr verursacht werden. Das wiederum führt zu Schwerhörigkeit. In den meisten Fällen können Fachärzte das normale Gehör durch einen chirurgischen Eingriff wiederherstellen.
Die Krankheit betrifft die drei kleinen Knochen im Mittelohr, die zusammen den Steigbügel bilden. Ein Teil des Knochens wächst dabei unregelmäßig. Dieses Wachstum hindert den Steigbügel am normalen Schwingen. Im Frühstadium der Krankheit spürt die Person kaum etwas von ihrem Leiden.

Ursachen von Otosklerose

Otosklerose wird häufig vererbt, es gibt aber auch Einzelfälle, bei denen andere Gründe vorliegen. Meistens ist das eine Ohr stärker betroffen, als das andere. Es können aber auch beide Ohren gleich stark beeinträchtigt sein. Der unbehandelte Hörverlust nimmt normalerweise bis zum mittleren Alter zu und führt letztendlich zur völligen Ertaubung.

Die berühmteste Person mit Otosklerose soll Beethoven gewesen sein. Auf Grund von Taubheit konnte er seine letzten Kompositionen nicht mehr hören.

Symptome von Otosklerose

Die Otosklerose-Diagnose muss von einem Facharzt gestellt werden. Im Vorfeld einer fachlichen Untersuchung werden erste Anzeichen für eine Erkrankung meist schon von Verwandten oder der Person selbst festgestellt.

Starker Hintergrundlärm löst bei Menschen mit Nerventaubheit normalerweise größere Verwirrtheit aus, was bei Otosklerose-Patienten generell aber nicht der Fall ist. Im Gegenteil - durch die erhöhte Frequenz und Lautstärke, mit der sich die Menschen in einem lauten Umfeld unterhalten, hört ein Otosklerose-Patient besser. Grund: Otosklerose scheint sich eher auf Niedrigfrequenztöne als auf Hochfrequenztöne auszuwirken.

Die Symptome können auch in Form von Schwindel, Balanceproblemen und Tinnitus auftreten.

Behandlung von Otosklerose

Menschen mit konduktiver Taubheit, einschließlich Otosklerose, kann durch Hörgeräte geholfen werden. Ein Hörgerät heilt die Taubheit jedoch nicht. Da der Hörverlust zunimmt, werden im Laufe der Zeit immer leistungsstärkere Hörgeräte nötig. Im Frühstadium sind Hörgeräte jedoch eine große Hilfe für Menschen, die sich nicht operieren lassen wollen.

Chirurgische Eingriffe bei Otosklerose

Meist ist ein einfacher chirurgischer Eingriff die Lösung. Entweder wird der Teil des Steigbügels mit der Verwachsung entfernt und mit einem kleinen Implantat ersetzt (Stapedotomie), oder der Steigbügel wird durch eine Prothese ersetzt (Stapedectomie). Beide Eingriffe können das Hörvermögen wiederherstellen. Meist verschwinden dadurch auch die Symptome wie Schwindel und Tinnitus.

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