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17 Februar 2011

Passives Rauchen kann Gehör schädigen

Passives Rauchen ist sowohl für Exraucher als auch für Menschen, die niemals geraucht haben, schädlich.

Passives Rauchen kann Gehör schädigen

Menschen, die passivem Rauchen ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Schwerhörigkeit. Dies hat eine amerikanische Untersuchung ergeben. Die Daten von über 3.000 Probanden wurden diesbezüglich ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im Journal „Tobacco Control“ veröffentlicht.

Die Experten glauben, dass durch Rauchen die Durchblutung der feinen Gefäße des Ohres beeinträchtigt wird. Dadurch wird das Organ nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es können sich Giftstoffe ansammeln, die den Hörsinn schädigen.

Exraucher

In der Studie hatten 46 Prozent der Exraucher, die passivem Rauchen ausgesetzt waren, einen hochfrequenten Hörverlust. Außerdem hatten 14 Prozent der Exraucher, die passivem Rauchen ausgesetzt waten, auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für Hörverlust in den mittleren und niedrigen Frequenzen.

Nichtraucher

Die Untersuchung ergab auch, dass die Gefahr für Menschen, die niemals selbst geraucht haben aber passivem Rauch ausgesetzt waren, nicht ganz so gravierend ist im Vergleich zu den Exrauchern. Dennoch hatte fast jeder Zehnte (8,6 Prozent) eine Hörminderung in den mittleren und niedrigen Frequenzen. 26 Prozent litten außerdem an einer Schwerhörigkeit in den hohen Frequenzen.

Die Forscher der Universitäten Miami und Florida hatten sich die Ergebnisse audiologischer Untersuchungen von 3.307 Freiwilligen im Alter von 20 bis 69 Jahren angesehen. Einige von ihnen waren Raucher und andere Exraucher. Im Test wurde die Hörfähigkeit in den hohen, mittleren und niedrigen Frequenzen berücksichtigt.

Cotininwerte gemessen

Cotinin ist ein Nebenprodukt, das beim Abbau von Nikotin entsteht. Um die Belastung durch passives Rauchen messen zu können, haben die Forscher die Cotininwerte der Probanden bestimmt.

„Bereits frühere Untersuchungen haben den Zusammenhang zwischen aktivem Rauchen und Hörverlust aufgezeigt. Unsere Untersuchung konnte auch ein deutlich höheres Risiko für Hörverlust bei Exrauchern feststellen - sowohl in den hohen, als auch in den mittleren und niedrigen Frequenzen.

Außerdem wurde verdeutlicht, dass auch diejenigen, die niemals selbst geraucht haben, durch passives Rauchen einer höheren Wahrscheinlichkeit für Schwerhörigkeit ausgesetzt sind“, so die Forscher in ihrem Bericht.
Die analysierten Daten stammten von der National Health and Nutrition Examination Studie, einer Untersuchung die jährlich an einer, für die amerikanische Bevölkerung, repräsentativen Gruppe durchgeführt wird auch einen Hörtest umfasst.

Quelle: BBC News - www.bbc.co.uk und www.webmd.com

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