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01 November 2007

Potenzsteigernde Mittel können das Risiko für einen plötzlichen Hörverlust erhöhen

Das potentielle Risiko für einen plötzlichen Hörverlust im Zusammenhang mit der Einnahme von potenzsteigernden Mitteln wird nun deutlich sichtbar gemacht.

Männer, die Mittel gegen Impotenz wie Viagra, Levitra oder Cialis einnehmen, können damit das Risiko für einen plötzlichen Hörverlust erhöhen. Männer die diese Mittel einnehmen und Anzeichen eines Hörverlusts verspüren, sollten sofort mit der Einnahme der Pillen aufhören und ihren Arzt aufsuchen, so informiert das FDA (U.S Food and Drug Administration).

Das FDA hat veranlasst, dass die Beschriftung von potenzsteigernden Mitteln geändert wird, damit das potentielle Risiko für einen plötzlichen Hörverlust sichtbar gemacht wird. Auch Ratschlage und Informationen, was bei dem Auftreten eines Hörverlusts zu tun ist, sollen nun in der Verpackungsbeilage stehen.

Die Beschriftung soll auch für das Blutdruckmedikament Revatio geändert werden, da es die gleichen Bestandteile wie die vorher erwähnten Medikamente beinhaltet. Patienten, die mit Revatio behandelt werden und eine Verschlechterung des Hörsinns bemerken, sollten aber nicht mit der Einnahme des Medikaments aufhören. Revatio wird zur Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen eingesetzt. Daher empfiehlt das FDA die Behandlung nicht abrupt zu unterbrechen, sondern vorher einen Arzt aufzusuchen, sobald Probleme mit dem Gehör auftreten.

Das FDA hatte mit der Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs zwischen Hörverlust und potenzsteigernden Mitteln aufgrund eines Artikels in der Aprilausgabe von „Journal of Laryntology and Otology”, einer Fachzeitschrift für Hals-, Nasen-, Ohrenärzte, begonnen. Dort wurde von einem Mann berichtet, der Viagra einnahm und unter plötzlichem Hörverlust litt. Das FDA fand weitere 29 Fälle von Patienten, die einen plötzlichen Hörverlust erlitten. Teilweise traten auch weitere Symptome wie Schwindel und ein klingelndes Geräusch in den Ohren auf.

In den meisten Fällen war der Hörverlust nur auf einem Ohr aufgetreten. Der Hörverlust war entweder ein teilweiser oder kompletter Verlust des normalen Hörvermögens. Durchschnittlich bei jedem Dritten war der Hörverlust vorübergehend. Bei den übrigen war er andauernd oder der weitere Verlauf der Erkrankung nicht bekannt.

Die 29 Fälle müssen jedoch im Zusammenhang mit der hohen Anzahl an Rezepten gesehen werden, die für diese Medikamente ausgestellt werden. 40 Millionen Mal wurden alle vier Rezepte weltweit bisher verschrieben.

Darüberhinaus kommen in den Vereinigten Staaten circa 4.000 neue Fälle eines plötzlichen Hörverlusts pro Jahr hinzu, so informiert das nationale Gesundheitsinstitut.

Quellen:www.fda.org und www.cnn.com

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